IT-Sicherheit

Kaspersky: Deutlich mehr Angriffsversuche durch Exploits

Die Gefahr wächst: Laut einer Studie der Antiviren-Spezialisten von Kaspersky ist die Zahl der Cyber-Angriffe um fast 25 Prozent gestiegen.

Marcel Petritz, 22.04.2017, 06:01 Uhr
Virus© pixel dreams / Fotolia.com

Moskau/lngolstadt - Das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky hat seine Studie über Angriffe im Jahr 2016 auf Heimanwender und Unternehmen, die Softwareschwachstellen ausnutzen, veröffentlicht.

Satter Anstieg

Im Jahr 2016 gab es laut Kaspersky 702 Millionen Angriffsversuche durch Exploits. Das entspricht gegenüber 2015 einem Anstieg von 24,54 Prozent: 2015 gab es "nur" 563 Millionen solcher Cyber-Attacken. Zu den beliebtestens Zielen der Kriminellen gehören Browser, Windows, Android und Microsoft Office mit einen Anteil von 69,8 Prozent. Bei den Exploits liegt weiter "Stuxnet" an der Spitze.

Sicherheitslücken sind Geld wert

Darüber hinaus haben die Sicherheitsexperten einen Anstieg von 7 Prozent bei den Zero-Days-Exploits verzeichnet. Diese Schwachstellen sind für Kriminelle besonders wertvoll, da sie praktisch nicht bekannt sind: Der Marktpreis für noch unbekannte Exploits kann bis zu mehrere zehntausend US-Dollar betragen.

"Professionelle Gruppen"

"Sowohl unsere Erkennungsstatistiken als auch die Beobachtung der Aktivitäten von Akteuren, die hinter zielgerichteten Angriffen stehen,  zeigen uns, dass professionelle Gruppen im Bereich der Cyberspionage über Geldmittel und Fähigkeiten verfügen, um hochentwickelte Exploits zu entwickeln und zu verbreiten. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die unfreiwillige Veröffentlichung schadhafter Tools, die mutmaßlich von der Equation Group eingesetzt wurde", warnt daher Alexander Liskin, Sicherheitsexperte bei Kaspersky Lab.

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