Banking-Trojaner

Kaspersky: Android-Trojaner Faketoken zielt jetzt auch auf Taxi-Apps

Eine abgewandelte Version des Banking-Trojaners Faketoken nimmt laut Kaspersky Lab jetzt Nutzer beliebter Taxi-Apps ins Visier. Die Android-Malware könne die Zugangsdaten der Taxi-Apps stehlen.

Taxis© B. Wylezich / Fotolia.com

Moskau/Ingolstadt – Mobiles Banking auf dem Smartphone ist bequem, aber auch nicht ohne Risiko. Mobile Banking-Trojaner haben es immer häufiger gezielt auf Online-Banking-Apps abgesehen. Die Sicherheitsspezialisten von Kaspersky Lab haben jetzt allerdings eine Modifikation des bekannten Banking-Trojaners Faketoken entdeckt, der es auf eine andere Zielgruppe abgesehen hat. Ins Visier geraten sind Nutzer von Taxi-Apps für Android.

Faketoken kann Zugangsdaten von Taxi-Apps stehlen

Laut Kaspersky Lab könne der Android-Trojaner Faketoken für den Diebstahl von Zugangsdaten beliebter Taxi-Apps genutzt werden. Die neue Faketoken-Version erlaube ein Live-Tracking von Apps. Der Trojaner geht perfide vor. Bei Nutzung einer bestimmten App, könnten Cyberkriminelle über ein Display-Overlay eines Phishing-Fensters an Kreditkartendetails gelangen. Der Trojaner nutze dabei die identische Oberfläche inklusive gleichen Farben und Logos. Zudem könne Faketoken eingehende SMS abfangen. Darunter etwa auch Kurznachrichten der Bank mit dem einmalig versendeten Verifizierungspasswort oder des Anbieters der Taxi-App. Ebenfalls sehr bedenklich: Anrufe des Nutzers könnten überwacht und mitgeschnitten werden.

Aktuell greift Faketoken vor allem russische Nutzer an

Nach Angaben von Kaspersky Lab seien mobilen Anwendungen international beliebter Taxi- und Mitfahrgelegenheitsdienste ins Visier der Malware geraten. Kaspersky Lab drängt daher darauf, dass die Entwickler solcher Dienste mehr auf den Schutz ihrer Nutzer achten sollten. "Die neue Version von Faketoken hat überwiegend russische Nutzer zum Ziel. Dennoch kann sich die Geografie der Attacken schnell ausweiten, so wie es auch bei den Vorgängerversionen von Faketoken und anderer Finanzmalware bereits der Fall war", so Viktor Chebyshev, Sicherheitsexperte bei Kaspersky Lab. Zum Schutz vor Malware wie Faketoken sollten Nutzer keine Apps aus unbekannten Quellen herunterladen. Zudem sei der Einsatz einer Schutzsoftware auf dem Smartphone ratsam.

Jörg Schamberg

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