News

Kartellamt gibt grünes Licht für Übernahme von N24 durch Axel Springer

Die Kartellwächter erlauben Springer die Übernahme des Spartenkanals N24. Den Kauf von ProSiebenSat.1 hatte die Behörde damals gestoppt.

07.02.2014, 16:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Victoria / Fotolia.com

Das Medienhaus Axel Springer ("Bild", "Die Welt") darf aus Sicht der Kartellwächter den Nachrichtensender N24 übernehmen. Das Bundeskartellamt hat den Erwerb genehmigt. "Die Übernahme ist wettbewerblich unbedenklich. N24 ist ein Spartensender, der nur über eine geringe Zuschauerreichweite und über einen geringen Marktanteil auf dem Fernsehwerbemarkt verfügt", erklärte der Präsident der Kartellbehörde, Andreas Mundt, am Freitag in Bonn. Eine Hürde für den Deal gibt es noch: Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) muss ebenfalls zustimmen.

Springer wird für digitale Zukunft umgebaut

Nach den Springer-Plänen soll der Sender die Bewegtbilder für die digitalen Angebote des Medienhauses liefern. 2006 war Springer bei der Übernahme von ProSiebenSat.1 am Veto des Kartellamts gescheitert.

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner baut zur Zeit den Konzern für die digitale Zukunft um. Im Juni wurde der Verkauf der Regionalzeitungen "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost" sowie von Traditions-Zeitschriften wie "Hörzu" an die Funke-Gruppe ("Westdeutsche Allgemeine Zeitung") für insgesamt 900 Millionen Euro bekanntgegeben. Das Geschäft wird ebenfalls vom Bundeskartellamt geprüft.

(Jörg Schamberg)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang