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Kartellamt droht mit Verbot von Satellitengebühr

Das Bundeskartellamt droht damit, die umstrittene Einführung einer Zuschauergebühr für das Satellitenfernsehen zu verbieten.

20.10.2006, 10:09 Uhr
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Das Bundeskartellamt droht damit, die umstrittene Einführung einer Zuschauergebühr für das Satellitenfernsehen zu verbieten. Die Wettbewerbshüter bereiteten eine so genannte Abmahnung gegen das Projekt vor, das der Satellitenbetreiber SES Astra und die beiden großen Privatfernsehgruppen RTL und ProSiebenSat1 planen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet.
Abmahnung erwartet
Die Abmahnung werde in den kommenden Wochen erwartet und wäre eine negative Vorentscheidung gegen die Pläne, die das Kartellamt zur Zeit prüft. Die Unternehmen hätten aber die Chance, die Behörde durch Zugeständnisse noch umzustimmen. Astra und die Privatsender wollen ab 2007 eine monatliche Zuschauergebühr von rund 3,50 Euro pro Gerät im digitalen Satellitenfernsehen einführen, das bislang frei empfangbar ist.
Absprachen befürchtet
Über die monatliche Gebühr hinaus brauchen die Zuschauer auch eine Zugangskarte, die so genannte Smartcard, und ein passendes Empfangsgerät (Decoder/Set-Top-Box). Das Kartellamt befürchtet wettbewerbswidrige Absprachen zwischen ProSiebenSat1 und RTL. Dabei geht es um die Frage, ob die technische Einrichtung der Decoder zur Marktabschottung genutzt werden kann.

(Aleksandra Leon)

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