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Kartellamt: 1&1 darf freenet DSL kaufen

United Internet wird durch die Übernahme zum zweitgrößten deutschen Anbieter von Breitbandanschlüssen und zieht an Vodafone vorbei. Der Kaufpreis liegt bei 125 Millionen Euro.

29.06.2009, 16:28 Uhr
1&1© 1&1

Die DSL-Sparte ist für freenet schon bald Geschichte. Nach monatelangem Gerangel mit unterschiedlichen Kaufinteressenten hatte Ende Mai der zu United Internet gehörende Internetprovider 1&1 den Zuschlag für freenet DSL erhalten. Der Kaufpreis soll bei 125 Millionen Euro liegen: 1&1 muss 70 Millionen Euro in bar sowie den Rest mit 4,6 Millionen United Internet-Aktien zahlen. Die Übernahme des DSL-Geschäftes hätte nur noch das Kartellamt stoppen können, das den Übernahmeantrag überprüfte. Die Wettbewerbswächter haben jetzt ihre Entscheidung bekanntgegeben.
Kartellamt gibt grünes Licht
Auf Anfrage von onlinekosten.de bestätigte ein Sprecher des Bundeskartellamtes, dass keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken gegen die Übernahme der freenet Breitband GmbH durch den Internetanbieter 1&1 bestehen. Bereits in der ersten, einmonatigen Prüfungsphase, konnte das Kartellamt grünes Licht geben. Nur bei größeren Bedenken gegen einen Zusammenschluss startet das Kartellamt gewöhnlich eine detailliertere, viermonatige Überprüfung. Dies sei in diesem Falle jedoch nicht notwendig gewesen.
United Internet wird zweitgrößter deutscher Internetanbieter
Damit steigt United Internet zum zweitgrößten deutschen Internetanbieter hinter der Deutschen Telekom auf. Die Telekom ist mit 13,5 Millionen DSL-Kunden klarer Marktführer. United Internet kommt derzeit auf 2,82 Millionen Breitbandanschlüsse, freenet selbst zählt noch rund 700.000 DSL-Kunden. Damit zieht United Internet an Vodafone/Arcor vorbei, die zusammen auf rund 3,22 Millionen Breitbandanschlüsse kommen.

(Jörg Schamberg)

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