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Kampf gegen Prostitution und Pornografie: China sperrt 1,8 Millionen Konten im Netz

Seit April sollen nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua 1,8 Millionen Profile in chinesischen Sozialen Netzwerken und Online-Diensten gesperrt worden sein. Offiziell sei dies im Kampf gegen Prostitution und Pornografie erfolgt, Kritiker sehen dagegen eher eine Zensur des Netzes.

21.09.2014, 14:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

China hat im offiziellen Kampf gegen Prostitution und Pornografie massenweise Konten in Sozialen Netzwerken und Online-Nachrichtendiensten gesperrt. Seit April hätten chinesische Internetfirmen wie Tencent und Sina 1,8 Millionen Profile geschlossen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag unter Berufung auf die Cyberspace-Verwaltung des Landes.

Kampagne zur Netzzensur?

Behörden überprüften demnach Profile des Instant-Messaging-Dienstes QQ, der Smartphone-App WeChat und des Mikrobloggingdienstes Weibo. Betroffen waren zudem Chat-Dienste der Unternehmen Alibaba und Baidu und des Telefonanbieters China Mobile. Allein WeChat hatte im vergangenen Jahr 272 Millionen aktive Nutzer, von denen mehr als ein Drittel im Ausland leben.

Die Staatsmedien unterstützen die Anti-Pornografie-Kampagne, die der Staat im April angekündigt hatte. Viele Nutzer in China vermuten allerdings eine Form der Netzzensur hinter solchen Kampagnen.

(Jörg Schamberg)

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