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Kampf gegen Filmdiebe: Sony greift angeblich Download-Seiten an

Laut Insider-Infos scheint Sony Feuer mit Feuer bekämpfen zu wollen und greift seinerseits Server an, die die gestohlenen Daten anbieten. Auch Amazon soll involviert sein.

12.12.2014, 18:31 Uhr
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Offenbar schlägt Sony im Kampf gegen die Hacker und Datendiebe jetzt zurück: Wie die US-Site "Recode" berichtet, greift das japanische Unternehmen Server an, auf denen die gestohlenen Filme und Dateien angeboten werden. "Recode" beruft sich dabei auf Informationen von zwei Branchen-Insidern.

DDoS-Attacken und Fake-Dateien

Die Attacken setzen dabei auf das auch bei Hackern beliebte DDoS-Verfahren, das versucht die entsprechenden Server mit möglichst vielen Anfragen zu überfluten und somit unerreichbar zu machen. Zu diesem Zweck wurden hunderte Computer in Asien eingesetzt, zudem sollen vermehrt gefälschte Dateien im Torrent-Netzwerk aufgetaucht sein.

Laut dem Bericht hat Sony für den Cyber-Angriff die Infrastruktur von "Amazon Web Service" genutzt, der Online-Händler bestreitet dies aber vehement. Nach Angaben von Amazon hat keine derartige Dienstleistung stattgefunden. Einen Missbrauch des Web Service schließt Amazon aus. Sony schweigt zu dem Thema bislang.

Anfang Dezember haben es Hacker, die sich selbst "Guardians of Peace" nennen, geschafft zahlreiche, sensible Dateien von Sony Pictures Servern zu entwenden. Darunter waren auch aktuelle Filme, die noch nicht veröffentlicht wurden. Das ursprüngliche Ziel der Hacker war es offenbar, Sony zu erpressen. Darüber hinaus haben sich die "Guardians of Peace" für die Attacke auf den Playstation Store verantwortlich erklärt.

(Marcel Petritz)

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