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Kampf der Mailflut: Google schafft Durchblick

Ein Sektretär muss nicht teuer sein: Google Mail stellt die Beta-Version des Sortierten Posteingangs vor. Er hilft Wichtiges von Banalem zu unterscheiden und soll von Anfang an recht gut funktionieren.

31.08.2010, 17:18 Uhr
Google© Google

E-Mails sind praktisch. So lange, bis sie in Horden auftreten und wie ein Heuschreckenschwarm über die Mailbox herfallen. Um der Flut wieder Herr zu werden, stellt Google seinem E-Mail-Service Googlemail eine Sortierfunktion zur Seite. Die Priority Inbox sortiert eingehende E-Mails nach Wichtigkeit, ohne dass der Nutzer die Spielregeln definieren muss.

Spamfilter der zweiten Generation

Der Sortierte Eingang arbeitet wie ein verfeinerter Spamfilter und übernimmt die Arbeit eines elektronischen Sekretärs. Er unterteilt den Posteingang in die Bereiche Wichtig und ungelesen, Wiedervorlage und Alles andere, wobei auch selbst erstellte Kategorien verwendet werden können.

Wichtig im Sinne von Google ist zunächst Post von Kontakten, mit denen der Anwender häufig E-Mails austauscht und auf dessen Mails er antwortet. Laut Google lernt der elektronische Sekretär im Lauf der Zeit hinzu, denn das Bild verfeinert sich, je mehr Mails kommen und gehen.

Außerdem kann der Nutzer den Lernprozess beschleunigen, indem er mit Plus- und Minussymbol eingreift, was wiederum die künftige Auswahl des Filters beeinflusst. Mit kommender und gehender Post verfeinert sich dann Nutzerbild - und damit die Sortierung, so der Anbieter.

"Sekretär" spart eine Woche Arbeit ein

Besonders im Job wird das Leben deutlich leichter, verspricht der Internet-Konzern. Immerhin verschickt ein durchschnittlicher Mitarbeiter Google zufolge rund 150 Mails am Tag, die alle gelesen werden müssen. Man habe bei Tests im eigenen Hause festgestellt, dass der erweiterte Filter rund eine Woche Arbeit und somit bares Geld pro Jahr einspart.

(Dorothee Monreal)

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