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Kamerawagen für Google Street View fahren weiter

Beim aktuellen Einsatz gehe es aber nicht um Fotos für Google Street View, sondern um eine Verbesserung des Kartendienstes Google Maps, sagte Google-Sprecher Kay Oberbeck am Montag.

11.04.2011, 12:31 Uhr (Quelle: DPA)
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Die Kamerawagen von Google sind wieder in Deutschland unterwegs. Beim aktuellen Einsatz gehe es aber nicht um Fotos für Google Street View, sondern um eine Verbesserung des Kartendienstes Google Maps, sagte Google-Sprecher Kay Oberbeck am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Er dementierte einen Bericht des US-Portals Searchengineland.com vom Wochenende, wonach Google die Fotoaufnamen für Street View in Deutschland gestoppt habe. "Wir haben den Dienst doch erst vor einigen Monaten eingeführt. Daher gibt es keinen Grund, derzeit erneut Aufnahmen für Street View zu machen."

Keine Planänderungen

Oberbeck verwies auf einen entsprechenden Blogeintrag des Produktmanagers von Street View, Raphael Leiteritz, vom 28. Januar 2011. An dem dort veröffentlichten Plan habe sich nichts geändert. "Es sind dieselben Autos, die wir auch für Street View genutzt haben - wir haben aber derzeit keine Pläne, die aufgenommenen Bilder in Street View darzustellen", schrieb Leiteritz damals.

Mit den aktuellen Aufnahmen wolle man die Informationen im Kartendienst Google Maps auffrischen. Es gehe beispielsweise darum, in den Karten Einbahnstraßen zu erkenne, lokale Geschäftseinträge in Google Maps mit Hilfe von Ladenschildern zu überprüfen oder 3D-Umrisse von Gebäuden für die Handy-Navigation mit Google Maps zu erstellen. In welchen Regionen Deutschlands die Wagen unterwegs sind, ist einer Unterseite auf der Google-Homepage zu entnehmen.

Street View, eine Ergänzung von Google Maps mit Panorama-Ansichten der Straßen, stieß in Deutschland auf heftigen Widerstand von Politik und Datenschützern. Im November ging der Dienst nach mehrjährigen Verhandlungen zunächst für 20 große deutsche Städte online. Die Straßenansichten weisen zahlreiche Lücken auf: Mehr als 244.000 Haushalte beantragten, die Fassaden ihrer Wohnhäuser unkenntlich zu machen. Gemäß der Vereinbarung mit den Datenschützern verpixelte Google die Gebäude direkt in den Originalaufnahmen.

Streetview-Konkurrenz startet

Der Google-Konkurrent Microsoft streitet sich derzeit wegen des Straßen-Panoramadienst Streetside mit Datenschützern und der Politik. Die bayerische Datenschutzbehörde forderte für den Microsoft-Kartendienst eine Vorab-Widerspruchsmöglichkeit gegen die Veröffentlichung von Bildern der Hausfassaden. Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) verlangte von Microsoft, sich auf den Standard einzulassen, den Google mit Street View in Deutschland gesetzt habe.

(Hayo Lücke)

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