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Kabel Deutschland: Verlust trotz Umsatzplus

Der Provider Kabel Deutschland konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Umsätze steigern, musste aber trotzdem einen Verlust einfahren.

26.07.2007, 16:02 Uhr
Kabel Deutschland© Kabel Deutschland

Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland hat das Geschäftsjahr 2006/2007 abgeschlossen und die Unternehmensergebnisse veröffentlicht. Demnach musste der Konzern trotz wachsender Umsätze erneut ein negatives Gesamtergebnis hinnehmen.
Mehr Investitionen, mehr Verlust
Der Gesamtumsatz stieg Unternehmensangaben zufolge durch gute Vermarktungserfolge bei den neuen Produkten von 1,01 Milliarden Euro im Vorjahr um acht Prozent auf 1,09 Milliarden Euro an. Trotzdem fiel das Nettoergebnis mit einem Verlust von 99,2 Millionen Euro erneut negativ aus. Im Vorjahr musste mit einem Minus in Höhe von 68,5 Millionen Euro allerdings ein geringerer Verlust verkraftet werden. Als Grund gibt Kabel Deutschland steigende Investitionen an: für den beschleunigten Netzausbau und Kundenakquisitionen hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2005/2006 152 Millionen Euro investiert. Im aktuellen Geschäftsjahr stiegen diese Ausgaben auf 281 Millionen Euro an.
Kabel Internet und Kabel Phone auf dem Vormarsch
Obwohl die Zahl der Kabelanschlüsse von 9,60 auf 9,32 Millionen abnahm, wuchs der Umsatz im Kabelanschlussgeschäft um knapp ein Prozent. Für Kabel Internet und Kabel Phone, dem Telefonanschluss von Kabel Deutschland, verlief das Jahr ebenfalls positiv. Zum 31. März konnte Kabel Deutschland insgesamt mehr als 8,6 Millionen anschließbare Haushalte mit ihren Triple-Play-Produkten erreichen, was einem Anteil von 56 Prozent entspricht. Durch die Aufrüstung der Kabelnetze in Niedersachsen sollen im September weitere zwei Millionen Haushalte hinzukommen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2008/2009 sollen Kabel Internet und Kabel Phone für 90 Prozent der anschließbaren Haushalte im Kabel Deutschland Gebiet verfügbar sein.
Die Zahl der digitalen Programme, die neben den 33 analogen Kanälen im Kabel verfügbar sind, konnten auf über 200 erhöht werden. Dazu zählen rund 100 Free-TV-Programme. Zusammen mit den Kunden von Kabel Digital Home und Kabel Digital International sowie den Premiere-Kunden sind mittlerweile rund 20 Prozent der Kunden mit einem digitalen Kabelanschluss ausgestattet.
Schwarze Zahlen ab 2008
Für die Zukunft rechnet das Unternehmen mit schwarzen Zahlen und wird daher an der bisherigen Strategie festhalten. "An dem guten Kunden- und Umsatzzuwachs sehen wir deutlich, dass unsere Strategie aufgeht. [...] Ab Anfang 2008 rechnen wir mit positiven Quartals-Nettoergebnissen", kommentiert Adrian von Hammerstein, Vorsitzender der Geschäftsführung, die weitere Entwicklung.

(Saskia Brintrup)

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