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Kabel Deutschland: Neukunden erhalten standardmäßig IPv6-Adressen

Die Umstellung auf öffentliche IPv6-Adressen ist bei Kabel Deutschland in vollem Gange. Neukunden erhalten ab sofort standardmäßig IPv6-Adressen. Ein Teil der Bestandskunden wurde bereits automatisch umgestellt.

18.12.2013, 15:01 Uhr
Kabel Deutschland© Kabel Deutschland

Immer mehr Geräte wie Smartphones, Tablets, Spielkonsolen und Smart-TVs sind internetfähig und benötigen eine entsprechende IP-Adresse zur Verbindung mit dem globalen Netz. Die öffentlichen, rund vier Milliarden IPv4-Adressen sind inzwischen aber nahezu alle vergeben. Die Internetanbieter steigen daher Schritt für Schritt auf das Protokoll IPv6 um, das insgesamt 340,28 Sextillionen öffentliche Internet-Adressen zur Verfügung stellen kann. Seit Februar teilt beispielsweise der Kabelnetzbetreiber Unitymedia Neukunden nur noch IPv6-Adressen zu. Am Mittwoch gab nun Kabel Deutschland (KDG) bekannt, dass Neukunden im DOCSIS 3-Ausbaugebiet standardmäßig IPv6-Adressen erhalten, die Umstellung auf IPv6 sei bei dem Münchener Kabelnetzbetreiber "in vollem Gange".

IPv6-Adressen auch für Bestandskunden

Bereits automatisch auf IPv6-Adressen umgestellt wurden demnach KDG-Bestandskunden mit Kabelroutern von Compal und Hitron. In den nächsten Wochen sollen IPv6-Adressen auch an Kunden, die eine Homebox in Form der Fritz!Box 6360 nutzen, vergeben werden.

Kabel Deutschland setzt nach eigenen Angaben auf die "gleichzeitige Verwendung von IPv4 und IPv6, da noch nicht all Dienste und Services im Internet IPv6 nutzen". Dadurch sei die Erreichbarkeit und Funktionalität der gängigen Internetdienste gewährleistet. Konkret soll aber Dual Stack Lite zum Einsatz kommen, IPv4-Adressen werden dabei lediglich simuliert. Einige Kunden berichteten im Serviceforum des Kabelnetzbetreibers von Problemen unter anderem im Zusammenspiel von IPv6 mit Konsolen und NAS.

(Jörg Schamberg)

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