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Kabel Deutschland: Kooperation mit Premiere naht

Um im Triple-Play-Geschäft nicht weiter hinter die Telekommunikationskonzerne zurückzufallen, plädiert der KDG-Chef eine Reformierung des Regulierungsrechts.

24.09.2006, 13:31 Uhr
Kabel Deutschland© Kabel Deutschland

Da die Zahl der Kabelanschlüsse seit Jahren stagniert, sucht Deutschlands größter Netzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) nach neuen Geschäftsmodellen. Sehr interessiert ist der Konzern dabei offensichtlich an einer Zusammenarbeit mit dem Pay-TV-Sender Premiere. Das sagte Kabel Deutschland-Chef Christof Wahl gegebüber der "Welt". "Der Sender ist attraktiv, da Premiere über 3,5 Millionen Endkundenbeziehungen verfügt." Vorstellbar sei beispielsweise, dass Premiere seinen Kunden KDG-Produkte anbiete.
110.000 Triple-Play-Kunden
Kabel Deutschland muss dringend neue Geschäftsfelder erschließen, um die die Gewinnzone zu rutschen. Im vergangenen Jahr belief sich der Verlust auf 76,8 Millionen Euro, schreibt die Zeitung. Wie bei 1&1 im DSL-Geschäft entwickelt sich auch bei Kabel Deutschland das zur Verfügung gestellte Triple-Play-Angebot recht erfolgreich. Das Kombiangebot aus Fernsehen, Telefon und Breitbandinternet hätten bisher rund 110.000 Kunden gebucht.
Durch die wachsende Konkurrenz fordert der KDG-Chef, Kabelfirmen und Telekommunikationskonzerne künftig auch vor dem Gesetz gleich zu behandeln. "Das Regulierungsrecht muss reformiert werden." Bislang sind Telekom und Co der Bundesnetzagentur unterstellt, die Kabelfirmen werden dagegen von den Medienanstalten der jeweiligen Bundesländer überwacht. "Es entstehen uns erhebliche Wettbewerbsnachteile, wenn nicht andere Infrastrukturen genauso reguliert werden, wie das Kabel", sagt Wahl.

(Hayo Lücke)

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