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Kabel Deutschland: Hotspot-Nutzung auf dem Vormarsch

Kabel Deutschland kommt bundesweit inzwischen auf rund 300.000 WLAN-Hotspots. Im Vorfeld der CeBIT hat der Kabelnetzbetreiber die Ergebnisse einer Umfrage zur Hotspot-Nutzung veröffentlicht. Demnach greift bereits mehr als ein Drittel der Befragten auf Hotspots zu.

06.03.2014, 16:01 Uhr
Kabel Deutschland© Kabel Deutschland

Smartphone, Tablet oder Notebook – inzwischen besitzen knapp 75 Prozent der Deutschen ein mobiles, internetfähiges Endgerät. Die Internetnutzung unterwegs nimmt zu, nicht nur per Mobilfunk, sondern auch über die in den Städten immer häufiger anzutreffenden öffentlichen WLAN-Hotspots. Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) hat in den vergangenen Monaten sein Hotspot-Netz nicht nur in Berlin und Bayern, sondern auch in weiteren Städten bundesweit vergrößert. Mit den öffentlichen Hotspots, seinem WLAN-Produkt für Cafés, Hotels und Einzelhandel sowie den sogenannten Homespots, einem öffentlichen WLAN-Zugang über die WLAN-Router von Privatkunden, kommt Kabel Deutschland inzwischen auf 300.000 Hotspots bundesweit. Im Vorfeld der CeBIT veröffentlichten die Münchener am Donnerstag das Ergebnis einer Umfrage zur Nutzung von Hotspots. Das Marktforschungsinstitut Ipsos hatte in einer repräsentativen Telefonumfrage dazu 1.000 Nutzer mobiler Endgeräte ab 14 Jahren befragt.

Rund ein Drittel der Befragten nutzt Hotspots

Öffentliche WLAN-Hotspots werden demnach von 29 Prozent der Befragten genutzt, 5 Prozent greifen sogar regelmäßig auf diese Internetzugänge zu. Somit ist das zunehmende Engagement des Kabelnetzbetreibers in diesem Bereich verständlich. Der für die eigenen Kunden bundesweit unbegrenzte und kostenlose Zugriff auf die Hotspots dient als Kundenbindungsinstrument. Nichtkunden können die öffentlichen Hotspots täglich 30 Minuten lang kostenlos nutzen, ein mögliches Bezahlmodell für eine darüber hinausgehende Nutzung ist denkbar. "Die Umfrageergebnisse bestätigen unsere WLAN-Hotspot-Strategie. Wir haben den Trend der steigenden mobilen Internet-Nutzung mit dem großen WLAN-Hotspot-Netz von Kabel Deutschland aufgegriffen", erläutert Levent Demirörs, Direktor Internet & Telekommunikation bei Kabel Deutschland.

Das Surfen über öffentliche Funknetze ist besonders bei Männern (41 Prozent) und unter 35-Jährigen (50 Prozent) beliebt, während der Anteil der weiblichen Hotspot-Nutzer nur bei 27 Prozent liegt. Von den 35 bis 54-Jährigen greifen nur 33 Prozent auf die angebotenen WLAN-Netze zu. Laut Kabel Deutschland haben sich zudem 65 Prozent der über 55-Jährigen Befragten noch nie in einen Hotspot eingewählt.

Bedenken wegen Sicherheit und Datenschutz

Als größten Hinderungsgrund für die Nutzung öffentlicher Hotspots nannten 27 Prozent der Umfrageteilnehmer Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit. Obwohl vor allem Jüngere auf Hotspots zugreifen, haben die unter 34-Jährigen die größten Bedenken hinsichtlich des Schutzes ihrer Daten. 31 Prozent der Befragten dieser Altersgruppe haben aus diesem Grund noch keinen Hotspot genutzt, aber nur 24 Prozent der über 55-Jährigen verzichten deswegen auf die öffentliche WLAN-Nutzung. Ebenfalls ein Ergebnis der Umfrage: In größeren Städten sind die Datenschutz-Bedenken mit fast 30 Prozent doppelt so groß wie in kleinen Städten unter 5.000 Einwohnern (knapp über 15 Prozent).

KDG-Hotspots: 30 Minuten gratis surfen ohne Login

Die Hotspot-Nutzung sehen 19 Prozent als zu umständlich an, der Registrierungsprozess wird von diesen Befragten als zu kompliziert empfunden. Kabel Deutschland verzichtet daher bei Nutzung der 30 Gratis-Surfminuten auf eine Einwahl per Login, es müssen lediglich die Nutzungsbedingungen akzeptiert werden. Auch wenn viele Deutsche inzwischen über ein mobiles Endgerät verfügen: 14 Prozent der Befragten wissen nicht, wie sie sich in das öffentliche WLAN-Netz einwählen können. Eine Anleitung zur Verbindung mit den KDG-Hotspots hat der Kabelnetzbetreiber online für die einzelnen Endgeräte bereitgestellt. Die Hotspots lassen sich über die für Android- und iOS-Geräte erhältliche Hotspotfinder-App auffinden. Alternativ werden sie online auf der Kabel Deutschland-Homepage aufgeführt.

Aus welchen Gründen werden WLAN-Hotspots genutzt? 37 Prozent der Befragten gaben den schnellen, stabilen und sicheren Internetzugang als Hauptmotivation an. Insbesondere die jüngere Generation (fast 51 Prozent) legt Wert auf eine gute Internetverbindung. Als Ergänzung zum Mobilfunkvertrag sehen 44 Prozent der Umfrageteilnehmer die Hotspotnutzung. 33 Prozent nutzen Hotspots bei Reisen im Ausland, um Roaming-Gebühren zu sparen.

Weiter auf Seite 2: Zahlungsbereitschaft für Hotspot-Nutzung

Die Zeit, die ein Nutzer auf einen einzelnen Hotspot zugreift, ist meist nur kurz und beträgt in der Regel nur wenige Minuten. Der mobile Internetzugang wird vor allem für eine Orientierung vor Ort oder eine Fahrplanauskunft genutzt (58 Prozent). Die Hälfte der Befragten wählen sich in Hotspots ein, um Nachrichten und Blogs zu lesen oder im Netz zu surfen. Auf Facebook, Twitter & Co greifen 48 Prozent zu. Aber auch zum Musik hören und Videos schauen (22 Prozent), zum Online-Shopping (17 Prozent), Online-Banking (13 Prozent) oder zum Online-Gaming (10 Prozent) dient der Internetzugang über Hotspots.

Nutzer würden für Hotspot-Zugriff auch zahlen

Auch wenn die Nutzung der KDG-Hotspots für Nichtkunden 30 Minuten täglich kostenlos ist, eine Zahlungsbereitschaft ist laut der Umfrage durchaus da. 35 Prozent der Befragten wären bereit, etwas für die Hotspot-Nutzung zu bezahlen. Ist die Internetverbindung schnell und sicher, sind sogar 46 Prozent der Jungen zahlungsbereit.

Die Reichweite der öffentlichen Hotspots beträgt rund 150 Meter, die Reichweite der als Homespot genutzten WLAN-Kabelrouter von Compal und Hitron ist dagegen erheblich geringer. Die HomeBox von AVM wird derzeit noch nicht als Homespot verwendet. Kabel Deutschland sieht angesichts von rund zwei Millionen eigenen Internetkunden nach Angaben eines Unternehmenssprechers noch großes Potential für eine Ausweitung der Homespots. Das Ziel ist die Schaffung eines großen, engmaschigen Homespot-Netzes, das die öffentlichen Hotspots ergänzt. In den kommenden Monaten will Kabel Deutschland Hotspots in weiteren Städten in Betrieb nehmen. Die Münchener rüsten dazu ihre an den Straßenrändern platzierten Verteilerkästen mit WLAN-Technik aus.

(Jörg Schamberg)

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