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Kabel Deutschland freut sich über viele neue Internetkunden

Durch die Übernahme von Vodafone ist Kabel Deutschland im zweiten Geschäftsquartal in die roten Zahlen gerutscht und machte einen Verlust von 129 Millionen Euro. Der Konzern konnte aber viele neue Internetkunden gewinnen.

11.11.2013, 09:23 Uhr (Quelle: DPA)
Kabel Deutschland© Kabel Deutschland

Kabel Deutschland ist nach dem Kauf durch Vodafone im zweiten Geschäftsquartal in die roten Zahlen gerutscht. Angesichts von Kosten, die vor allem aus steuerlichen Gründen wegen der Übernahme entstanden sind, verbuchte Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber zwischen Juli und September einen Verlust von gut 129 Millionen Euro.

Umsatz legt zu

Im Geschäft mit Paketen aus TV-, Telefon- und Internetanschlüssen legten die Münchner aber weiter zu. Neben der Kundenzahl wuchs der Umsatz um 4 Prozent bzw. 7 Millionen Euro auf 471 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Vodafone hatte Mitte Oktober die Übernahme von Kabel Deutschland über die Bühne gebracht und hält nun mehr als 75 Prozent der Anteile.

Von den 15,16 Millionen an das Netz von Kabel Deutschland angeschlossenen Haushalten sind 13,86 Millionen für neue Dienste wie Internet und Telefonie über das Kabelnetz freigeschaltet. Das sind 407.000 mehr als noch drei Monate zuvor. Kabel Deutschland hat für den Netzausbau zwischen Juli und September nach eigenen Angaben 129 Millionen Euro in die Hand genommen. Während die Zahl klassischer Kabel-TV-Haushalte um 14.000 auf knapp 7,17 Millionen zurückging, ist Kabel Deutschland mit neuen Diensten weiter auf dem Wachstumspfad.

Die Zahl jener Kunden, die ihren Anschluss nur für Internet- und Telefon-Dienste nutzen, kletterte um 19.000 auf 421.000. Einen Internetzugang in Zusammenhang mit einem Fernsehanschluss nutzen inzwischen 2,00 Millionen Kunden und damit 89.000 mehr als im Vorquartal. Einen Telefonanschluss haben 1,97 Millionen Kunden gebucht, was einem Quartalswachstum von 75.000 entspricht.

Auch die Zahl der Pay-TV-Kunden steigt

Kabel Deutschland-Chef Adrian von Hammerstein bezeichnete die Internet- und Telefon-Produkte am Montag als "wichtigsten Wachstumstreiber des Geschäfts". Im Geschäft mit Premium-TV-Verträgen konnte das Unternehmen um 55.000 auf 2,15 Millionen Kunden zulegen. Davon nutzen knapp 1,31 Millionen Kunden einen Pay-TV-Vertrag - 16.000 mehr als noch Ende Juni.

(Hayo Lücke)

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