News

Kabel Deutschland: Erste WLAN-Router werden automatisch zu Homespots

Per Brief informiert der Kabelnetzbetreiber Kunden schrittweise über die standardmäßige Aktivierung der Homespot-Funktion bei WLAN-Routern von Hitron und Compal. Bei Bedarf lässt sich der öffentliche WLAN-Hotspot wieder deaktivieren.

16.11.2013, 13:01 Uhr
Kabel Deutschland© Kabel Deutschland

Mitte Oktober hatte Kabel Deutschland (KDG) sein Homespot-Modell vorgestellt: Nach dem Vorbild des Anbieters fon.com können Kunden des Kabelnetzbetreibers einen öffentlichen Hotspot über ihren WLAN-Router einrichten. Vorteil: Der Kunde kann dann kostenlos auch auf die Homespots von anderen KDG-Kunden zugreifen. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers geht Kabel Deutschland nun an die schrittweise Umsetzung. Erste KDG-Festnetzkunden hätten bereits einen Brief erhalten, in dem sie über die baldige Erweiterung ihres WLAN-Routers zum Homespot informiert werden.

Homespot-Funktion auch deaktivierbar

Nach Erhalt des Schreibens haben Kunden sechs Wochen Zeit, um dem per E-Mail, telefonisch per Hotline oder schriftlich per Brief zu widersprechen. Melden sich Kunden in diesem Zeitraum nicht, richtet der Kabelnetzbetreiber automatisch aus der Ferne einen Homespot auf dem WLAN-Router ein. Aber selbst dann lässt sich der Homespot laut Kabel Deutschland in den über das Kundenportal zugänglichen Einstellungen für den Internetzugang dauerhaft deaktivieren. Allerdings sei dies nur mit einer Vorlaufzeit von sieben Tagen möglich.

Betroffen sind aktuell nur Kunden, die WLAN-Router von Hitron oder Compal nutzen. Diese Router-Modelle können mehrere Funknetze aufbauen und entsprechend mehrere SSIDs aussenden. Die Homebox ist dazu nach Angaben des KDG-Sprechers derzeit noch nicht in der Lage. Es werde jedoch daran gearbeitet, das Homespot-Angebot auf weitere Router auszuweiten.

Bereitsteller eines Homespots haften nicht bei Missbrauch

Müssen Kunden nun Angst um die Sicherheit ihres Netzwerkes haben? Der KDG-Sprecher beruhigt: Das private und das öffentliche WLAN-Netz sind voneinander getrennt. Die Homespot-Nutzer, ausschließlich registrierte Kunden von Kabel Deutschland, erhalten zudem jeweils eigene IP-Adressen. Sollte der öffentliche WLAN-Zugang also einmal missbräuchlich verwendet werden, lässt sich der Verantwortliche ermitteln. Der Kunde, der den Homespot bereitstellt, muss keine Haftung übernehmen. Um die Geschwindigkeit ihres Internetzugangs müssten sich Kunden ebenfalls nicht sorgen. Kabel Deutschland stellt für die Homespots eine zusätzliche Internet-Bandbreite von 10 Mbit/s zur Verfügung. Informationen zum Homespot-Angebot hält der Kabelnetzbetreiber online unter www.kabeldeutschland.de/homespot bereit.

(Jörg Schamberg)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang