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Kabel Deutschland beendet Zwangsbundle: Sicherheitspaket ab sofort nur noch optional

Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland war einer der letzten großen Provider, der Neukunden bei einer Bestellung ein Sicherheitspaket automatisch hinzugebucht hatte, auch wenn diese die Softwarelösung nicht benötigten. Ab sofort bietet Kabel Deutschland das Schutzpaket nur noch als Option an, die aktiv vom Kunden ausgewählt werden muss.

11.07.2014, 16:33 Uhr
Kabel Deutschland© Kabel Deutschland

Wer einen Internettarif online bestellt, muss bei dem einen oder anderen Anbieter genau hinschauen, was am Ende der Bestellung alles im Warenkorb liegt. Denn ein beliebter 'Trick" einiger Provider war es lange Zeit, beispielsweise ein Sicherheitspaket mit Virenschutz-Tools automatisch mit zu dem vom Kunden ausgewählten Paket hinzuzubuchen. Verbraucherschützer haben dies bereits wiederholt kritisiert. Zwangsweise hatte auch der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland Neukunden mit seinem Sicherheitspaket beglückt. Ab sofort ist dieses jedoch nicht mehr verpflichtend bei einer Bestellung enthalten.

Sicherheitspaket bei Bedarf hinzubuchbar

Neukunden müssen das Sicherheitspaket bei Bedarf nun aktiv hinzubuchen. Die Konditionen bleiben unverändert. In den ersten beiden Monaten ist die Nutzung gratis möglich, danach berechnet Kabel Deutschland monatlich 3,98 Euro. Das Paket ist mit einer Frist von vier Wochen kündbar. Nach Ablauf der Gratismonate hatte sich mancher Kunde gewundert, wieso die monatliche Rechnung um knapp 4 Euro höher lag als der ursprünglich bestellte Tarif. Ärgerlich: Zwar lässt sich das Sicherheitspaket monatlich kündigen, doch der Kunde musste dazu erst selbst aktiv tätig werden. Die nun gewählte Lösung ist dagegen kundenfreundlich: Es muss nur das bezahlt werden, was der Kunde auch selbst gebucht hat.

Das Sicherheitspaket von Kabel Deutschland soll Schutz bieten gegen Viren, Malware, Spam und Cyber-Kriminalität. Außerdem ist die Kindersicherung fragFINN inklusive, die Kinder vor dem Zugriff auf nicht kindgerechte Internetinhalte schützen soll.

Auch andere Provider bieten Optionslösung an

Ein Schutzpaket als Zusatzangebot findet sich auch bei zahlreichen anderen Providern. 1&1 hatte - ähnlich wie bislang Kabel Deutschland - eine Sicherheitslösung lange Zeit bereits im Bestellprozess automatisch vorausgewählt. Inzwischen bieten aber sowohl 1&1 als auch Vodafone, o2, Unitymedia und die Deutsche Telekom die entsprechenden Schutzpakete nur noch als frei auswählbare Option an.

(Jörg Schamberg)

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