Trailer veröffentlicht

"Junges Angebot" von ARD und ZDF heißt offenbar "Funk"

"Das Internet ist vorbei. Jetzt kommt Funk": Ein im Netz veröffentlichter Trailer enthüllt den Namen des neuen Jugendkanals von ARD und ZDF, der ab Anfang Oktober ausschließlich online sowie über eine App verfügbar sein wird.

Jörg Schamberg, 29.09.2016, 11:21 Uhr
Internet-TV© alphaspirit / Fotolia.com

Mainz – Das Geheimnis um den Namen des neuen Jugendkanals von ARD und ZDF im Netz ist offenbar gelüftet. Die bislang nur als "Junges Angebot" bekannte Neuerung, die Anfang Oktober an den Start gehen wird, soll wohl kurz und knapp "Funk" heißen. Auf YouTube wurde am Mittwoch bereits ein Trailer veröffentlicht, der zahlreiche Internet-Trends wie Beauty-Tipps, Ice Bucket Challenge, Money Boy und Grumpy Cat auf die Schippe nimmt. Am Ende des anderthalb Minuten langen Videoclips heißt es dann: "Das Internet ist vorbei. Jetzt kommt Funk".

Dezentrales Programm auf Sozialen Netzwerken und Portalen

Zielgruppe des neuen Angebots sollen laut FAQ der bislang geschalteten Webseite www.jungesangebotvonardundzdf.de junge Nutzer im Alter von 14 bis 29 Jahren sein. Das neue Programm soll dezentral vor allem auf sozialen Netzwerken und Portalen wie Facebook, YouTube, Snapshot und Instagram laufen. Es sollen gezielt Inhalte produziert werden, die es so im deutschsprachigen Raum noch nicht gebe. Denkbar seien alle Bereiche wie Comedy, Information, Wissen, Musik & Co. Gestartet werde mit über 40 Online-Formaten, die informieren, orientieren und unterhalten sollen. Sämtliche Inhalte sind werbefrei. "Wir wollen einen Raum schaffen für junge Kreative, für Innovation, für Experimente", so die ARD-Vorsitzende Karola Wille. "Wir können Formate ins Netz bringen, die junge Menschen interessieren und sie dort zeigen, wo sie medial unterwegs sind", betont ZDF-Intendant Thomas Bellut.

ZDFkultur und EinsPlus werden abgeschaltet

Getragen wird "Funk" von den Landesrundfunkanstalten von ARD und ZDF, federführend ist der SWR. Ab 2017 steht für "Funk" jährlich ein Gesamtbudget von rund 45 Millionen Euro zur Verfügung. Das entspreche 0,54 Prozent der gesamten Einnahmen durch die Rundgebühren in Höhe von 8,324 Milliarden Euro. "Funk" solle den einzelnen Gebührenzahler damit umgerechnet rund 10 Cent im Monat kosten. Sparen mussten die öffentlich-rechtlichen Sender dennoch an anderer Stelle: Die beiden Digitalsender ZDFkultur sowie EinsPlus werden Ende September abgeschaltet. EinsPlus sendete seit 2005, der Startschuss für ZDFkultur fiel 2011.

"Funk"-Inhalte per App oder über Webseite nutzbar

Bereits als Beta verfügbar ist eine entsprechende App für iOS und Android, die unter anderem Serien zeigen soll. Darunter auch internationale Lizenzserien wie "The Aliens", "Banana" und "Hoff the Record". Über die App sollen sich Nutzer auch ins Programm einbringen können. Daneben wird "Funk" auch als Webangebot verfügbar sein. Unter der URL www.funk.net läuft derzeit ein Countdown bis zum Start der Webseite und des vollen Angebots von "Funk" am 1. Oktober 2016.

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