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Junge Union will gegen Gewalt im Internet vorgehen

Die Jugendorganisation der CDU sieht eine große Gefahr durch Gewaltvideos und Hassbotschaften von Jugendlichen im Internet und fordert eine stärkere Überwachung von Videoportalen.

20.04.2009, 12:09 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Das Gesetz zur Sperrung von Internet-Seiten mit kinderpornografischen Inhalten ist noch nicht beschlossen, da werden schon Rufe nach weiteren Überwachungen laut. Die Junge Union (JU) in Nordrhein-Westfalen fordert eine stärkere Überwachung von Videoportalen im Internet und ein konsequentes Vorgehen gegen gewaltverherrlichende Jugend-Foren.
Gewaltvideos löschen
Im Internet würden sich zunehmend rivalisierende Jugendbanden mit Hassbotschaften und Gewaltposen aufputschen, so der Landesvorsitzende der CDU-Jugendorganisation Sven Volmering gegenüber der Zeitung "WAZ". "Wer Probleme mit den Eltern oder der Freundin hat, versucht sich hier sein Selbstbewusstsein zu holen". Gerade in problematischen Stadtteilen seien Jugendbanden wieder angesagt. Volmering sieht hier Ähnlichkeiten zu den "kriminellen Vorbildern aus der amerikanischen Rapper-Szene". Da auch die Kriminalstatistik eine steigende Tendenz bei Gewaltdelikten von Jugendlichen belege, dürften Politik und Gesellschaft nicht länger wegschauen.
Außerdem müssten laut Volmering populäre Videoportale wie YouTube und MyVideo stärker überwacht werden, da dort immer öfter jugendliche Gewalttäter Handy-Videos von Schlägereien und Drohbriefe veröffentlichen würden. Ordnungsbehörden und Jugendämter müssten solche Plattformen intensiver beobachten, "einschreiten und abschalten" müsse die Devise der Polizei heißen. Der JU-Vorsitzende geht noch weiter und will die Betreiber der Portale in die Pflicht nehmen. Sie sollen das Hochladen und Anschauen solcher Gewaltvideos erschweren. "Zum Beispiel, in dem sich jeder Nutzer erst mit voller Anschrift und seiner Personalausweisnummer registrieren muss".
Die JU hat laut "WAZ" ihre Forderungen in einem Antrag an den Landesparteitag der NRW-CDU im Mai zusammengefasst, der von der Spitze der Partei mit Zustimmung aufgenommen worden sei.

(Michael Posdziech)

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