News

Jugendliche Testkäufer für Gewaltspiele in Bayern

Die bayerische Landesregierung schickt ihre 16-jährigen Auszubildenden auf geheime Mission. Sie sollen versuchen USK-18-Spiele zu kaufen.

06.05.2009, 11:28 Uhr (Quelle: DPA)
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Die bayerische Landesregierung geht "in geheimer Mission" gegen den illegalen Verkauf von sogenannten Killerspielen an Teenager vor: Sie schickt dazu ihre eigenen Auszubildenden als Testkäufer in die Geschäfte.
16-jährige im Staatsdienst
Die jugendlichen Anwärter auf den öffentlichen Dienst sind in der Regel 16 Jahre alt, wie Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München berichtete. Sie sollen im Auftrag des Freistaats versuchen, erst ab 18 Jahren zugelassene Gewaltspiele zu kaufen.
Anlass der Aktion ist, dass viele Geschäfte Gewaltspiele auch an Minderjährige verkaufen. "Wir haben zunehmend Anhaltspunkte dafür, dass viele Jugendliche solche Spiele über die Ladentheke erhalten", sagte Haderthauer. Die Testkäufe sind Teil der Beschränkungen für Gewaltspiele, die die Staatsregierung nach dem Amoklauf von Winnenden mit 16 Toten fordert.
"Wir sind uns einig, dass Verbote allein die Probleme nicht lösen können", sagte Haderthauer. Bestehende Verbote müssten jedoch eingehalten werden.

(Michael Posdziech)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang