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Jobschleuder Telekom

Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke will ab 2006 wieder Stellen streichen.

23.04.2005, 09:57 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke will ab 2006 wieder Stellen streichen. "Lassen Sie mich in aller Deutlichkeit sagen, dass angesichts der Rasanz des technologischen Wandels und des politisch gewollten, immer härteren Wettbewerbs in der Branche und bei der Telekom auch in der Zukunft Stellen wegfallen werden", sagte Ricke der "Süddeutschen Zeitung". Der versprochene Verzicht auf Stellenstreichungen gelte bis Ende 2005. Wieviele Arbeitsplätze danach wegfallen sollen, wollte Ricke nicht sagen.
Buhmänner der Nation
Kurz vor der Hauptversammlung der Deutschen Telekom betonte der Konzernchef, das Unternehmen müsse sich "endlich in aller Konsequenz an den Bedürfnissen der Kunden orientieren". "Übersetzt heißt das, dass wir im T-Punkt oder im Callcenter nicht mehr die Buhmänner der Nation sein wollen."
Seit das Telefongeschäft vor zehn Jahren in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, hat die Telekom mehr als 100.000 Stellen gestrichen. Vor einem Jahr einigte sich der Konzern mit der Gewerkschaft auf ein Beschäftigungsbündnis, das einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2008 und die Schaffung von 10.000 Stellen vorsah.

(Hayo Lücke)

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