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Jetzt auch einstellige Domains?

Vielleicht schon nächstes Jahr sollen einstellige Domains möglich sein. Die Nachfrage ist riesig, doch das Alphabet ist begrenzt.

02.12.2005, 13:52 Uhr
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Seit dieser Woche prüft die Internet-Organisation ICANN im kanadischen Vancouver den Vorschlag, ob Interessenten schon im nächsten Jahr (wieder) einstellige Domain-Namen registrieren dürfen.
Ein Riesengeschäft
Seit 1993 sind derartige Domains aus Wettbewerbsgründen nicht zulässig. Nur sechs Seiten wurden vor 1993 auf einen einstelligen Namen registriert, haben aber teilweise den Inhaber gewechselt: www.i.net (INet Corporation), www.q.com (Qwest Communications), www.q.net (Q Networks), www.x.com (PayPal), www.x.org (The Open Group) und www.z.com (Nissan). Die ICANN prüft jetzt, ob die Sperre aufgehoben werden soll.
Die Nachfrage nach den Buchstaben übersteigt das Angebot jedenfalls bei Weitem, sodass bei entsprechendem Erlass nicht unbedingt nach dem "wer zuerst kommt, mahlt zuerst"-Prinzip gehandelt werden müsste. Die ICANN könnte sich ebenso einen Verkauf im Auktionsverfahren vorstellen – der Höchstbietende würde dann die Domain erhalten.
Siebenstellig?
Tim Schumacher, Geschäftsführer der Domainhandelsbörse Sedo.com, spekuliert über den Verkaufswert der Domains:"Die neuen Domainnamen sind sehr wertvoll. Es ist durchaus möglich, einstellige .com-Domains für einen sechsstelligen Betrag zu verkaufen. Einige Unternehmen werden sicherlich nicht zögern, über eine Million US-Dollar zu zahlen“.
Sicher ist, dass sowohl die ICANN, als auch die potenziellen Seiteninhaber ein gutes Geschäft mit den einstelligen Domains machen würden.

(Philip Meyer-Bothling)

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