Bitkom-Umfrage

Jeder zweite Deutsche für Lieferung von Einkäufen per Drohnen

Den Einsatz von Drohnen können sich viele Deutsche laut einer Bitkom-Umfrage vor allem für die Lieferung von Medikamenten und Einkäufen vorstellen. Nicht alles, was technisch mit einer Drohne machbar ist, sei aber erlaubt.

Lieferdrohne© agnormark / Fotolia.com

Berlin – Amazon, DHL und weitere Unternehmen testen bereits seit längerer Zeit die Lieferung per Drohnen. Eine aktuelle, repräsentative Umfrage im Auftrag des Bitkom-Verbands zeigt nun, dass bei den Bundesbürgern durchaus Interesse an Drohnen-Lieferungen besteht. Jeder Zweite würde sich beispielsweise Medikamente und Einkäufe per Drohne liefern lassen.

Drohnen für Lieferung von leichten und eiligen Produkten

Die eilige Medikamentenlieferung an abgelegene Orte würden 57 Prozent der Befragten nutzen. 49 Prozent würde sich Drohnen für die Lieferung von Einkäufen wünschen. "Warenlieferungen per Drohne wurden bis vor kurzem noch von Vielen als schlechter Scherz abgetan. Mittlerweile wird an entsprechenden Zukunftslösungen geforscht und gefeilt", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Allerdings gebe es Einschränkungen: "Logistikdrohnen werden auch in Zukunft keinen Kühlschrank liefern und sind sicher nicht für jede Ware die Lieferlösung schlechthin. Für kleine, leichte und besonders eilige Produkte müsste sich aber aus rein technischer Sicht schon heute kein Transporter oder Vieltonner mehr durch die verstopften Straßen der Innenstädte quälen."

"Nicht alles, was technisch geht, ist auch erlaubt"

Ihre Drohne für Fotografie- und Videoaufnahmen von Landschaft und Natur nutzen würden 48 Prozent der Befragten. Drohnen als Spielzeug verwenden würden 27 Prozent der Bundesbürger. An einer Erkundung der Nachbarschaft mit Drohnen zeigten 24 Prozent der Umfrageteilnehmer Interesse. Sportliche Drohnen-Rennen fliegen würde jeden Fünften (21 Prozent) reizen.

"Luftaufnahmen waren noch nie so günstig und einfach zu bekommen. Sein Interesse an Nachbars Haus sollte man im Griff haben. Selbstverständlich ist verboten, bei den Nachbarn übers Grundstück zu fliegen oder aus der Höhe Aufnahmen vom Garten oder gar den Innenräumen zu machen. Nicht alles, was technisch geht, ist auch erlaubt", so Rohleder.

Denn es gibt bei der Nutzung von Drohnen einige Regeln zu beachten:

  • Für alle Flugmodelle und unbemannte Luftfahrsysteme ab einer Startmasse von mehr als 250 Gramm besteht eine Kennzeichnungspflicht, um im Schadensfall den Halter schnell ermitteln zu können.
  • Für den Betrieb von Drohnen ab 2 Kilogramm ist ein Kenntnisnachweis erforderlich.

Weitere Regelungen finden sich in der Drohnenverordnung des Bundesverkehrsministeriums.

Jörg Schamberg

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