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Jede dritte Windows-Installation eine Raubkopie

Nach einer Prüfung von Microsoft sind rund 30 Prozent der in Europa installierten Windows-Systeme illegale Kopien.

25.01.2007, 13:46 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Fast jede dritte Windows-Installation in Europa ist eine Raubkopie. Dies hat Microsofts Authentifizierungsprüfung WGA (Windows Genuine Advantage) von Windows XP ergeben, deren Auswertung der Nachrichtenagentur pte zur Verfügung gestellt wurde. Überprüft wurden Privatnutzer und Unternehmen, die der Installation des Tools zugestimmt hatten.
Keine strafrechtliche Verfolgung
Privatanwender stehen offenbar aber nicht im Visier des Softwareriesen. "Ein Drittel der Betroffenen hat überhaupt keine Ahnung, dass sich ein illegales Windows auf ihrem Gerät befindet", sagte eine Microsoft-Sprecherin gegenüber pte. So würden viele Händler PCs mit vorinstallierter Software anbieten, die keine gültige Windows-Lizenz aufweist. Für den Laien sei dies nur schwer überprüfbar. Ein weiteres Problem seien Portale wie eBay, wo Raubkopien zum Verkauf angeboten werden. Prinzipiell würden Privatnutzer nicht strafrechtlich verfolgt, es sei denn sie treten wissend selbst als Wiederverkäufer und Anbieter auf.
Unternehmen haben Strafen zu erwarten
Anders verhält es sich allerdings bei Unternehmen, die raubkopierte Software einsetzen. Diese würden ausnahmslos strafrechtlich verfolgt und hätte Hausdurchsuchungen bis hin zu Schadenersatzforderungen zu befürchten. Die Überprüfung soll künftig auch auf das Office-Paket ausgeweitet werden. Um die Privatanwender zum legalen Erwerb zu bewegen, bringt Microsoft laut pte die Variante "Office Home and Student 2007" auf den Markt. Diese soll 169 Euro kosten und eine dreifach nutzbare Lizenz enthalten.

(Saskia Brintrup)

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