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Japaner wegen Herstellung von Waffen per 3D-Drucker zu Haftstrafe verurteilt

Mit 3D-Druckern lassen sich vielfältige Produkte herstellen - auch Waffen. Dies wurde einem 28-jährigen Japaner nun zum Verhängnis: Ein Gericht verurteilte ihn zu einer zweijährigen Haftstrafe.

21.10.2014, 13:46 Uhr
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

In Japan ist jetzt erstmals ein Mann zu einer Haftstrafe verurteilt worden, weil er zuhause zwei Waffen per 3D-Drucker hergestellt hatte. Wie die Tech-Webseite "Mashable" berichtet, wurde der 28-Jährige Yoshitomo Imura zu einer Gefängnisstrafe von 2 Jahren verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar eine Haftstrafe von 42 Monaten beantragt.

Videoanleitung zum Waffenbau im Netz veröffentlicht

Japan verfügt über strikte Gesetze zur Waffenkontrolle, die den Besitz und die Herstellung von Waffen verbieten. Imura war bereits im Mai verhaftet worden. Der Japaner hatte ein Video ins Netz gestellt, in dem er zeigte, wie er seine "ZigZag" genannte Waffe hergestellt hatte.

Der Richter bezeichnete Imuras Vorgehen als "bösartig", da er das Video veröffentlichte. Andere hätten nach seiner Anleitung ebenfalls eigene Waffen herstellen können. Der Japaner hatte bei seiner Verhaftung erklärt, dass ihm nicht bewusst gewesen sei, dass er gegen das Gesetz verstoße. Imura und sein Anwalt haben noch nicht entschieden, ob sie Berufung einlegen werden.

(Jörg Schamberg)

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