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Japan: Zuhause im Internet-Café

Japanische Internet-Cafés sind oft nicht nur mit Computern, sondern auch mit bequemen Sofas, Getränkeautomaten und Zeitschriften ausgestattet, in vielen können sich die Besucher obendrein Essen und Unterwäsche kaufen und duschen.

15.08.2007, 17:40 Uhr
Internet© Victoria / Fotolia.com

Japan will dem Phänomen einer wachsenden Zahl von Jugendlichen auf die Spur kommen, die sich aus Geldnot in den zahlreichen Internet-Cafés des Landes häuslich niederlassen. Die Regierung des ostasiatischen Landes startete am Mittwoch eine Studie, die mehr über den Lebensstil der "Cybercafé-Flüchtlinge" in Erfahrung bringen und Lösungen für das Problem finden soll.
Japanische Medien berichten in jüngster Zeit immer häufiger über junge Japaner, die sich in den rund um die Uhr geöffneten Cafés niederlassen, weil sie die hohen Wohnungsmieten in Tokio und anderen Großstädten nicht bezahlen können.
Luxus wie zuhause
Japanische Internet-Cafés sind oft nicht nur mit Computern, sondern auch mit bequemen Sofas, Getränkeautomaten und Zeitschriften ausgestattet, in vielen können sich die Besucher obendrein Essen und Unterwäsche kaufen und duschen.
Ein fünfstündiger Aufenthalt im Computer-Lokal kostet rund 3000 Yen (etwa 20 Euro), eine Mahlzeit inbegriffen. Ursprünglich wurden die Luxus-Cafés für Büroangestellte geschaffen, die sich einige Stunden erholen wollten - oder für Vorstadtbewohner, die abends den letzten Zug nach Hause verpasst hatten.

(Hayo Lücke)

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