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Jamba und MTV Deutschland heiraten

Der Klingelton-Multi schluckt große Anteile des Musiksenders MTV. Ist so der Weg frei für neue Gehirnwäsche-Attacken?

01.04.2005, 17:06 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Über mehrere Jahre hinweg hat sich im Musikfernsehen ein Wandel vollzogen: Erst mutierten die Sender zu Real-Life-Kanälen, dann kam die Klingelton-Invasion. Es begann mit dem amerikanischen Musik-Multi MTV, dann schwappte die Welle auf den urdeutschen Dudelsender Viva über. Der Grund hierfür dürfte die Übernahme von Viva durch die MTV-Mutter Viacom Inc. gewesen sein.
Stille Heirat
Jetzt kommt es noch dicker. Wie die Partybienen-Königin Jamba heute im Berliner Hauptsitz mitteilte, werden zwei Drittel der Geschäftsanteile der MTV Networks GmbH & Co. OHG übernommen. Damit besitzt das durch VeriSign gehaltene Handy-Downloadportal einen größeren Anteil an der deutschen MTV-Niederlassung, als die amerikanische Muttergesellschaft Viacom.
Noch mehr Jamba-Werbung?
Eine erschreckende Entwicklung, droht den MTV-Zuschauern somit eine noch intensivere Tonfolgen-Gehirnwäsche durch Jamba-Werbespots. Inwiefern das Berliner Unternehmen seinen neuen Trumpf jedoch wirklich ausspielen wird, muss sich in den nächsten Monaten noch zeigen. Ein Jamba-Sprecher wollte sich dazu auf Anfrage der Redaktion nicht äußern. An Viva hat Jamba kein Interesse. Der Sender bleibt in Besitz der Viacom Holdings Germany LLC.
Update: Alles nur ein Scherz
Hätten Sie's gedacht? Sind Sie uns auf den Leim gegangen? Pünktlich zum 1. April haben wir uns mit Ihnen einen kleinen Aprilscherz erlaubt. Natürlich wird Jamba nicht bei MTV einsteigen, der Klingelton-Wahnsinn also vorerst keine deutlich schärferen Ausmaße annehmen.

(Michael Müller)

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