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iZettle: Schwedischer Bezahldienst erobert Deutschland

Alle reden von Wachstum. Aber bisher lieferte nur eine Firma konkrete Zahlen zum Thema mobile Bezahldienste: iZettle aus Schweden hat 50.000 Kartenleser in Deutschland positioniert. Konkurrenz für Payleven, SumUp und Co.

06.09.2013, 18:01 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Im Wachstumsmarkt der mobilen Bezahldienste hat die schwedische Firma iZettle als erster Anbieter in Deutschland Absatzzahlen genannt. Seit dem Start im Oktober vergangenen Jahres habe iZettle über 50.000 ihrer Karten-Lesegeräte für Smartphones und Tablet-Computer in den Markt gebracht, sagte am Mittwoch Deutschland-Geschäftsführer Andreas Barthelmess der dpa. Das Tempo soll anziehen: iZettle traue sich zu, bis 2014 rund 100.000 Kartenleser abzusetzen.

Barthelmess: "Deutschland ist kein Kartenland"

In Deutschland konkurriert iZettle mit mehreren Anbietern, etwa den Berliner Firmen Payleven und SumUp. Die Unternehmen setzen alle auf Einsteck-Lesegeräte vor allem für kleinere Händler, die bisher keine Kartenzahlungen akzeptierten. Sie expandieren auch international. So kündigte Payleven am Mittwoch den Start in Belgien an.

"Deutschland ist eine besondere Herausforderung, weil es kein klassisches Kartenland ist", sagte Barthelmess. Hier würden meistens nur EC-Karten angenommen, zudem gebe es viele kleine Geschäfte, die überhaupt keine Karten akzeptierten. Für iZettle sei das eine andere Situation als im Heimatland Schweden gewesen. "Dafür haben wir hier Kunden, die wesentlich höhere Umsätze machen."

In Schweden sei es iZettle gelungen, die Karten-Akzeptanz dramatisch zu erhöhen. "Schweden hatte zum Start von iZettle etwa 180.000 Orte, an denen man mit Karten bezahlen konnte, und nach einem Jahr waren es 25 Prozent mehr. In Deutschland wird es nicht ganz so schnell gehen", räumte Barthelmess ein. Hierzulande könne die Zahl der Handelspunkte, die Karten nehmen, dank der mobilen Systeme aber bis 2015 um etwa ein Viertel steigen - von gegenwärtig weniger als einer Million hin zu 1,2 Millionen.

(Dorothee Monreal)

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