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IVW: Definition von Page Impressions wird reformiert

Die zur Bewertung der Werberelevanz einer Internetseite genutzten Page Impressions sollen laut IVW reformiert werden, um zukünftig Manipulationen zu verhindert.

26.06.2009, 15:39 Uhr
Internet© arquiplay77 / Fotolia.com

Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) will die Berechnung der sogenannten Page Impressions (PIs) reformieren, um den Werbewert einer Internetseite genauer zu bestimmen.
Manipulationen verhindern
Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtet, sollen die PIs zwar weiterhin der Indikator für Werbeträgerleistung im Internet bleiben, deren Definition aber geändert werden. Bislang wird mit den PIs allgemein der Zugriff von Nutzern auf eine Internetseite gemessen - je mehr, desto besser und werberelevanter. Diese simple Zählweise erlaubt allerdings auch einfache Manipulationen. Die Klickzahlen werden beispielsweise mit vielteiligen Galerien oder Sudoku-Spielen künstlich in die Höhe getrieben.
Diese ungerechtfertigte Aufwertung von Internetseiten soll durch die Reform der PIs ein Ende finden. Durch diese lang fällige Revolution müssten sich Redaktionen nicht mehr mit dem "Klick-Schinden" beschäftigen und Werbekunden lägen verlässlichere Daten vor, so die FTD.
Beschlüsse in den nächsten Wochen
Die IVW prüfe zurzeit neue Definitionen und Erweiterungen für PIs. So sollen sie stärker an die "tatsächliche Werberelevanz des Nutzungsvorgangs geknüpft" werden. Allerdings gehen Experten davon aus, dass auch eine neudefinierte Messgröße früher oder später wieder manipuliert werden könne. In den kommenden Wochen wollen sich die IVW-Gremien mit den entsprechenden Beschlüssen befassen.

(Michael Posdziech)

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