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IT-Netzwerke: "Stromzähler" hilft Kosten sparen

Und Green IT lebt doch: 65 Prozent der Rechner-Stromkosten will eine US-amerikanische Firma bereits eingespart haben. Dabei soll ein Strom-Beobachter von Verdiem helfen. Das System wurde jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

09.06.2009, 09:56 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Der IT-Spezialist Verdiem aus Seattle hat ein virtuelles Armaturenbrett vorgestellt, das den Stromverbrauch und CO2-Emissionen von Computer-Netzwerken visuell darstellt. Dadurch können laut Hersteller in Computer-Netzwerken rund 30 Prozent Energie gespart werden. US-Firmen und Verwaltungen berichten von beachtlichen Erfolgen. Der Haken: Der Stromspar-Helfer kann nur im Intranet sein heilsames Wirken entfalten. Auf öffentlichen Webseiten von Unternehmen lässt er sich nicht einbetten.
Bis zu 40 Euro sparen
Der Hersteller hat sich auf Energiespar-Software spezialisiert und verspricht seinen Kunden ein Sparvolumen von jährlich 20 bis 60 Dollar (15 bis 40 Euro) pro Rechner und Jahr durch seine Entwicklung. Der ausschließliche Einsatz im Intranet sei darauf zurückzuführen, dass das Programm auf Basis der Server-basierten PC-Power-Management-Software Surveyor arbeitet, so Verdiem. Mit Surveyor können IT-Abteilungen beispielsweise nachtaktive Computer in den Standby-Modus versetzen, wenn sie über längere Zeit weder ausgestellt noch benutzt werden.
Wattmeter verfolgen Verbrauch
Und so funktioniert die Erfindung: Beim Implementieren des Surveyor- Systems werden Wattmeter an den Einzelrechnern angebracht, die die Leistung der Geräte ermitteln. Die Ergebnisse dienen als Basis für individuelle Verbraucherprofile, aus denen wiederum das jeweilige Einsparpotential ermittelt werden kann.
Das größte amerikanischen Finanzunternehmen Washington Mutual soll bereits 65 Prozent der verbrauchten Energie seiner Rechner eingespart haben. Und einer Studie der City University of New York zufolge kann auch das Staatssäckel profitieren: Die Stadt New York soll 173 Kilowattstunden Strom pro Rechner und Jahr einsparen können.

(Dorothee Monreal)

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