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IT-Branche frohlockt

Vielversprechende Produkt-Neuheiten und neue Technologien pushen die IT-Wirtschaft. Das tut auch den Arbeitsplätzen gut.

08.03.2006, 17:11 Uhr
CeBIT© CeBIT

Zur Eröffnung der weltgrößten Computer- und Telekom-Messe CeBIT blickt die Branche auch dank vielversprechender Neuheiten optimistisch in die Zukunft. Eine Zuwachsrate von 2,4 Prozent solle den Umsatz im laufenden Jahr auf insgesamt 137,3 Milliarden Euro treiben, sagte der Chef des Branchenverbandes BITKOM, Willi Berchtold. Wachstumsmotoren sind Software und IT-Dienstleistungen. Die Sparte schuf nach langen Jahren des Jobverlusts 2005 erstmals wieder gut 4.000 zusätzliche Arbeitsplätze.
Es wird wieder Geld ausgegeben
Unternehmer und Konsumenten werden in diesem und im nächsten Jahr jeweils drei Milliarden Euro mehr für Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik ausgeben, sagte Berchtold. Getrieben werde der Markt vor allem von Zuwächsen bei Breitband-Internetanschlüssen und wachsenden Online-Vermarktungschancen. Das neue VDSL-Netz der Telekom wird - sofern alles reibungslos klappt - gegenüber dem DSL-Standardanschluss bis zu fünfzig Mal schneller sein.
Neue PCs und Notebooks, deren Prozessor zwei Rechenkerne besitzen, sorgen für einen gehörigen Leistungsschub. Im Spätsommer wird zudem das neue Microsoft-Betriebssystem Windows Vista erwartet, das auf der weltgrößten Computermesse CeBIT in Vorabversionen präsentiert wird.
Neue Kombi-Mobiltelefone sollen ab Juli außerdem sowohl Internettelefonate als auch Gespräche in Handynetzen ermöglichen. Entsprechende Geräte wurden von der T-Com, Arcor, freenet und sipgate bereits präsentiert. Dann soll jeder Nutzer nur noch ein Telefon für Gespräche zu Hause und unterwegs benötigen.
Kommt eine erhöhte Hardware-Nachfrage?
Berchtold sagte weiter, etwa die Hälfte der Mittelständler besitze noch IT-Systeme, die letztmals zur Jahrtausendwende erneuert wurden. Dies werde einen Nachfrageschub auslösen. Die Hardwarehersteller sorgen nur noch für ein Viertel des Branchenumsatzes und können trotz deutlich steigender Stückzahlen nur ein Umsatzplus von 0,9 Prozent erwarten. Mit 5,5 Prozent am stärksten wachsen sollen die Umsätze der Softwarehersteller, die 17 Prozent des Gesamtumsatzes der Branche beisteuern. Mit 29,1 Prozent halten IT-Dienstleistungen den größten Umsatzanteil, der um 4,5 Prozent zulegen soll.
Skeptisch äußerte sich der Vorstandschef des Mobilfunkunternehmens o2 Deutschland, Rudolf Gröger, indes über die Chancen von internetgebundenem Fernsehen auf UMTS-Handys. Der hohe Datenverkehr würde das Netz an seine Kapazitätsgrenzen bringen.

(Hayo Lücke)

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