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IPv6 kommt langsam, aber sicher

Die Tage des Internet-Protokolls in der Version 4 sind gezählt. Mehr und mehr Provider unterstzützen den Nachfolger IPv6.

12.09.2006, 12:31 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Das Internet bekommt immer mehr Nutzer. Doch dem Wachstum sind Grenzen gesetzt: Das Internet-Protokoll in der Version 4 (IPv4), das seit über zwanzig Jahren im Einsatz ist, kann maximal etwa vier Milliarden IP-Adressen bereitstellen. Da diese immer knapper werden, soll IPv6 Abhilfe schaffen. Einige Provider rüsten schon auf.
IPv6 kommt
Beim Deutschen Commercial Internet Exchange (DE-CIX) zeigt man sich optimistisch, was die flächendeckende Verbreitung von IPv6 angeht. Von bislang 200 Providern, die an den Internetknoten DE-CIX angeschlossen sind, unterstützen bereits mehr als 50 IPv6. DE-CIX bietet interessierten Providern bislang kostenlose IPv6-Anschlüsse an seiner Plattform an.
Beim DE-CIX geht man davon aus, dass die Nachfrage nach IPv6-Diensten in den nächsten drei bis fünf Jahren steigen wird. Besonders im asiatischen Raum werde das neue Internet-Protokoll sehnsüchtig erwartet. So habe beispielsweise Korea mit staatlicher Unterstützung frühzeitig eine IPv6-Infrastruktur aufgebaut, um auch den Massenmarkt mit dem neuen Protokoll zu bedienen.
Jedes Gerät mit öffentlicher IP
Mit der zunehmenden Verbreitung von mobilen Endgeräten, könnte IPv6 auch hierzulande mehr Potenzial bekommen. Mit IPv6 könnte jedes dieser Endgeräte (wie zum Beispiel Handys oder PDAs) eine eigene, öffentliche IP-Adresse zugewiesen bekommen. Eine solche öffentliche Adresse ist auch für viele Peer-to-Peer-Dienste nötig. Auch die Internettelefonie könnte von IPv6 profitieren, da das Weiterleiten bestimmter Ports auf interne IP-Adressen entfallen kann.

(Christopher Bach)

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