Handysoftware

iOS 4.3.3: Speicherung von Ortsdaten überarbeitet

Mit dem Update auf iOS 4.3.3 reagiert Apple auf die heftige Kritik an der unbefristeten Speicherung von Ortsdaten auf iPhone, iPad und Co. Nutzer können die Erfassung ab sofort deaktivieren; die Speicherdauer wurde begrenzt.

05.05.2011, 12:28 Uhr (Quelle: DPA)
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Ob Softwarefehler oder Methode – bislang machte der Elektronikkonzern Apple in der Affäre um die Speicherung von Standortdaten auf iPhone, iPad und Co keine besonders glückliche Figur. Vor rund einer Woche kündigte das Unternehmen infolge heftiger Kritik schließlich die Veröffentlichung eines Updates für das iOS-Betriebssystem an, mit dem die unbefristete Geo-Aufzeichnung ein Ende finden soll. Nun steht der Flicken für iPhone 3GS, iPhone 4, iPad, iPad 2 sowie den iPod touch ab der dritten Generation zur Verfügung.

Ortsdaten werden auf Wunsch gelöscht

Apple zufolge enthält die neue Version iOS 4.3.3 einige Veränderungen des Zwischenspeichers der sogenannten "crowd-sourced" Datenbank. So wurde dieser reduziert und erlaubt damit nur noch eine limitierte Speicherung von Standortdaten. Laut einer früheren Apple-Mitteilung soll die maximale Vorhaltedauer dabei sieben Tage betragen. Darüber hinaus werden sämtliche Inhalte des Zwischenspeichers ab sofort vollständig gelöscht, sobald die Ortungsdienste der Geräte deaktiviert werden. Auch entfällt die bislang bei Synchronisation mit Apple iTunes automatisch generierte Sicherungskopie. Die Installation des Updates ist über iTunes ab Version 10.1 möglich; empfohlen wird allerdings 10.2 oder höher.

Apple hatte die Sammlung der Ortsdaten auf dem iPhone und iPad damit begründet, die Positionsbestimmung für Kartenanwendungen und andere ortsbezogene Dienste beschleunigen und verbessern zu wollen. "Apple verfolgt nicht den Aufenthalt Ihres iPhones", betonte das Unternehmen. "Apple hat dies nie getan und hat keinerlei Pläne, dies jemals zu tun." Die Speicherung der Ortsdaten war in Deutschland bei dem für Apple Deutschland zuständigen Datenschutzbeauftragten Bayerns, Thomas Kranig, auf Unverständnis gestoßen. Kranig setzte Apple eine Frist bis zum 10. Mai, um zu erklären, was das Unternehmen mit den Daten seiner Kunden mache. In den USA hatten zudem vor gut einer Woche zwei Nutzer eine Sammelklage gegen Apple eingereicht und ein Ende der Speicherung sowie die Erstattung des Geräte-Kaufpreises gefordert.

(Christian Wolf)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang