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Investoren wollen Googles Milliarden plündern

Apple hat sich jahrelang geweigert, seine Rücklagen mit den Aktionären zu teilen - und musste dann mehr als 100 Milliarden Dollar ausschütten. Jetzt hat das internationale Finanzkapital den riesigen Geldberg von Google im Visier. Statt Google Glass wollen diese lieber eine Sonderdividende kassieren.

03.11.2014, 20:50 Uhr (Quelle: DPA)
Google© Google

Wohin mit dem vielen schönen Geld? - das fragt sich der Internetkonzern Google seit Jahren. Und steckte es in über 140 Firmenübernahmen und verrückte Neuentwicklungen wie Google Glass. Doch nach den Apple-Milliarden haben Finanzinvestoren nun das gigantische Vermögen von Google im Blickfeld. Bei 60 Milliarden Dollar Umsatz machte Google 2013 fast 13 Milliarden Euro Gewinn. Allein 30 Milliarden Dollar Bargeld stehen für Zukäufe im Ausland bereit (onlinekosten berichtete).

Geldreserven von 100 Milliarden Dollar

Kein Wunder, dass dies in der Finanzwelt Begehrlichkeiten weckt. So brachte ein angesehener Analyst der Finanzfirma Bernstein Research am Wochenende eine Ausschüttung an die Google-Anteilseigner ins Gespräch, wie das "Wall Street Journal" berichtete. Die Geldreserven von Google dürften bis Ende 2016 die Marke von 100 Milliarden Dollar überschreiten, prognostizierte demnach Bernstein-Experte Carlos Kirjner. Er halte deshalb eine Dividende oder einen Aktienrückkauf für angebracht.

Zuletzt hatte der Internet-Konzern über 60 Milliarden Dollar auf der hohen Kante. Ein Sprecher sagte der Zeitung, die Geldreserven seien wichtig für Google, um sich schnell bewegen zu können. Konzernchef Larry Page sagte in einem am Wochenende veröffentlichten Interview mit der "Financial Times", er wolle eine Reihe großer unabhängiger Geschäftsbereiche unter dem Google-Dach aufbauen, unter anderem für Gesundheit und Heimvernetzung.

In den vergangenen Jahren hatten sich die Investoren zunächst auf den riesigen Geldberg von Apple konzentriert. Der iPhone-Konzern ist inzwischen dabei, über 100 Milliarden Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe auszuschütten. Die Geldreserven gingen dadurch zuletzt etwas zurück, liegen aber immer noch bei 155 Milliarden Dollar.

(Michael Frenzel)

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