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Internet-Landkarte: Forscher visualisiert das Web

Wie sieht die Struktur des Internets aus? Ein Forscher hat den Datenverkehr visualisiert und mehrere Bilder bereitgestellt, die unter anderem den Traffic und die Verbindungen zwischen großen Städten zeigen.

11.10.2007, 13:05 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Wie sieht eigentlich die Struktur des Internets aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich auch das Projekt Dimes (Distributed Internet Measurements & Simulations). Die israelischen Forscher haben sich zum Ziel gesetzt, mithilfe von Nutzer-Befragungen eine Karte des Internets zu erstellen, um die Struktur und Topologie besser verstehen zu können. Dieses Kartenmaterial hat nun Chris Harrison, ein Student am Human-Computer Interaction Institute der Carnegie Mellon University im US-Bundesstaat Pennsylvania, mithilfe von Lichtstrahlen visualisiert.
Hohe Dichte in Europa
Eine der Grafiken zeigt die weltweite Dichte der Internetverbindungen an. Erwartungsgemäß sind die meisten Datenverbindungen in Nordamerika und Europa zu finden. Rückschlüsse auf die tatsächliche Nutzung des Internets in den verschiedenen Regionen lässt dieses Abbild allerdings nicht zu. So könnten laut Harrison zum Beispiel hunderte Personen in einem Internetcafé über eine einzige Leitung surfen. In Entwicklungsländern sei dies oft die einzige Möglichkeit, auf das Internet zuzugreifen. Die weiteren Karten zeigen die Dichte der Verbindungen zwischen den großen Städten weltweit und jeweils aufgeschlüsselt für Europa und Nordamerika. Insgesamt konnten fast 90.000 Verbindungen erfasst und dargestellt werden.
Harrison gibt an, dass dies zwar nicht die ersten grafischen Darstellungen des Internets seien, diese jedoch optisch ansprechender und zugänglicher wären als bisherige Ansätze. Die Fotos sind auf der Website von Chris Harrison abrufbar. Die Daten des Dimes-Projekt beruhen auf Messwerten des "Dimes agent". Dieses Programm, das sich interessierte Nutzer freiwillig installieren können, misst Traceroute und Ping und sendet die Ergebnisse an die Forscher. Host-Aktivitäten oder persönliche Daten werden dabei nicht ausgetauscht.

(Saskia Brintrup)

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