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Intels Gewinn bricht ein

Der Chip-Hersteller muss im ersten Quartal 2006 einen deutlichen Gewinneinbruch verkraften; Konkurrent AMD konnte Boden gutmachen.

20.04.2006, 13:33 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Chip-Hersteller Intel muss im ersten Quartal 2006 einen deutlichen Gewinneinbruch verkraften. Nach vorläufigen Zahlen liegt der Quartalsgewinn mit 1,35 Milliarden US-Dollar gut ein Drittel unter dem Ergebnis des Vorjahresquartals von 2,18 Milliarden Dollar. Der Umsatz sank im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um zwölf Prozent auf 8,94 Milliarden Dollar (Q1 2005: 9,43 Milliarden).
Kerngeschäft rückgängig
Das Ergebnis wird insbesondere durch gesunkene Absatzzahlen der Digital Enterprise Group belastet. Der Umsatz beim Kerngeschäft mit Prozessoren, Chipsätzen und Motherboards ging um eine gute Milliarde auf 3,89 Milliarden Dollar zurück (Q1 2005: 4,94 Milliarden). Lediglich die Mobility Group konnte sich beim Umsatz mit 2,35 Milliarden Dollar (Q1 2005: 1,92 Milliarden) behaupten.
Experten sehen die Ursachen für den Gewinneinbruch in Verzögerungen bei der Einführung neuer Doppelkern-Prozessoren und den Erfolgen des Konkurrenten AMD auf diesem Gebiet. Für Intel-Chef Paul Otellini spiegeln die eigenen Zahlen die Marktentwicklung wieder: "Wir glauben, dass sich die Wachstumsraten im PC-Geschäft im Laufe der letzten Quartale abgeschwächt haben". Das führe zu langsameren Abbau der Lagerbestände bei Großkunden und schlage auf Intels Umsatz durch.
Hoffnung für zweite Halbzeit
Intel ist froh, zumindest innerhalb er eigenen Prognose geblieben zu sein. Der Aktienkurs reagierte entsprechend freundlich. Otellini setzt auf neue Intel Core Prozessoren im dritten Quartal und erwartet ein stärkeres zweites Halbjahr. Trotzdem fällt die Prognose für die nächsten drei Monate mit 8,0 bis 8,6 Milliarden Dollar vorsichtiger aus.
Insgesamt musste Intel die Erwartungen an das Jahr 2006 deutlich nach unten korrigieren. War im Januar noch eine Umsatzsteigerung von bis zu neun Prozent die Rede, kalkuliert der Chip-Gigant jetzt mit einem Rückgang von drei Prozent.

(Volker Briegleb)

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