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Intel Xeon E3 und E7: Neue Server-Prozessoren

Intel greift mit neuen Xeon Prozessoren samt neuer Nummerierung auf dem Server-Markt an. Die Xeon E3-CPUs richten sich an kleine Unternehmen, der E7-Reihe entspringt Intels neues Flaggschiff.

06.04.2011, 11:19 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Intel hat neue Prozessoren im Programm: Die Xeon CPUs richten sich an den Server-Markt und starten mit einem neuen Nummerierungssystem. Die Xeon E3-Reihe soll in kleineren Unternehmen eingesetzt werden, die E7-Familie bringt Intels neues Server-Flaggschiff hervor.

Xeon E3-1200 mit zwei oder vier Kernen

Rund ein Jahr nach der Ankündigung der Xeon 7500 Prozessoren sind dem Chipriesen nun eigenen Angaben zufolge die Zahlen ausgegangen, die neuen Xeons erhalten daher die neue Zahlen-Buchstaben-Kombination: je höher, desto besser. Im Einsteigerbereich zur Datenspeicherung oder für Backup-Lösungen steht die Xeon E3-1200-Reihe bereit, die ihre Vorgänger um 30 Prozent überflügeln soll. Insgesamt bietet Intel elf verschiedene E3-Prozessoren mit überwiegend vier Kernen und bis zu 3,5 Gigahertz (GHz) an. Lediglich ein 2-Kern-Exemplar mit 2,2 GHz ist dabei. Die Thermal Design Power (TDP) schwankt zwischen 20 und 95 Watt, der Smart Cache liegt bei 3 bis 8 Megabyte (MB). Alle E3 Xeons integrieren Intels Turbo-Boost- und Hyper-Threading-Technologie.

Xeon E7-8870 mit 30 MB Cache

Die E7-Familie umfasst 18 neue Prozessoren und teilt sich in die Reihen E7-8800, E7-4800 und E7-2800 auf. Insgesamt zehn CPUs liefern zehn Kerne mit bis zu 2,4 GHz und 24 bis 30 MB L3-Cache für rechenintensive Aufgaben. Die TDP beträgt jeweils 130 Watt. Als Flaggschiff tritt der E7-8870 auf. Mit 105 Watt sind die übrigen Prozessormodelle sparsamer und beschränken sich auf sechs bis acht Kerne. Die 6-Kerner E7-2803 und E7-4807 unterstützen zwar Hyper Threading, takten sich aber nicht mittels Turbo Boost hoch. Beim 8-Kern-Modell E7-8837 ist es umgekehrt. Bislang boten die Xeon Prozessoren die Möglichkeit, bis zu 1 Terabyte (GB) Arbeitsspeicher in einer Vier-Sockel-Plattform zu betreiben, mit der neuen Generation steigt die Menge auf 2 TB DDR3-RAM an. Um die Daten abzusichern, unterstützen die E3- und E7-Prozessoren die Verschlüsselung AES New Instructions (AES-NI) sowie die Trusted Execution Technology, kurz TXT, die das Risiko von Malware-Attacken schmälern soll, indem Prozesse von anderen Programmen abgeschirmt laufen.

Die Intel Xeon E3-1200-Prozessoren kosten laut Hersteller 189 bis 612 US-Dollar, was etwa 130 bis 430 Euro entspricht. Ein Xeon E7 schlägt mit 774 bis 4.616 Euro zu Buche. Die Preise beziehen sich auf eine Abnahmemenge von 1.000 Stück.

(Saskia Brintrup)

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