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Intel: Unternehmenszahlen in der Erholungsphase

Der Chipriese freut sich über steigende Gewinne im vierten Quartal 2006. Erfolgsbringer waren Mikroprozessoren und Flash-Speicher mit Rekordauslieferungen.

18.01.2007, 14:31 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Der Chipriese Intel freut sich über steigende Gewinne im vierten Quartal 2006. Erfolgsbringer waren Mikroprozessoren und Flash-Speicher. Beide Produktsparten konnten Rekordauslieferungen verzeichnen: Im Laufe des vergangenen Jahres lieferte das Unternehmen mehr als 70 Millionen 65 Nanometer Prozessoren aus. Über 50 Prozent der Mikroprozessoren im vierten Quartal basierten auf Zweikern-Technologie. Mit der Einführung der Core 2 Duo-Prozessoren konnte Intel erstmals leistungsfähigere Prozessoren bei niedrigeren Preisen produzieren und setzte mit "Schnäppchenpreisen" Konkurrent AMD ordentlich unter Druck.
Schwach gegenüber 2005
Die Bilanz dankt es: Im vierten Quartal 2006 erzielte Intel einen Umsatz von 9,7 Milliarden US-Dollar, das operative Ergebnis lag bei 1,5 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn schloss ebenfalls bei 1,5 Milliarden US-Dollar, pro Aktie wurde ein Gewinn von 0,26 US-Dollar erzielt. Im Vergleich zu den Ergebnissen des Vorjahres sind diese Zahlen jedoch eher schwach: So wies das Unternehmen im vierten Quartal 2005 einen Umsatz von 10,2 Milliarden US-Dollar aus, der Nettogewinn lag bei 2,45 Milliarden US-Dollar, also 39 Prozent höher als im letzten Quartal 2006. Der Chipriese musste bereits im ersten Vierteljahr 2006 deutliche Gewinneinbrüche verbuchen, von denen sich das Unternehmen nun langsam erholt.
Multikerne und Umstrukturierungen
Im Gesamtjahr 2006 erzielte Intel einen Umsatz von 35,4 Milliarden US-Dollar und ein operatives Ergebnis von 5,7 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn lag bei fünf Milliarden und der Gewinn pro Aktie bei 0,86 US-Dollar. Aufgrund der stark gesunkenen Gewinne hatte Intel im September vergangenen Jahres den Rotstift angesetzt und bei Umstrukturierungen zahlreiche Stellen gestrichen. Nun ist das Unternehmen eigenen Angaben zufolge auf dem besten Weg, Einsparungen von rund zwei Milliarden US-Dollar im Jahr 2007 bei Fertigung, Marketing und Verwaltung zu erzielen, die Umstrukturierungskosten nicht eingeschlossen.
Ins Jahr 2007 blickt der Chipriese mit Zuversicht: Zum einen wurde die Entwicklung der nächsten 45 Nanometer Prozesstechnik-Generation abgeschlossen, die Produktion ist fürs zweite Halbjahr 2007 vorgesehen. Zum anderen stellte Intel jetzt neue Quadcore-Prozessoren auf der Consumer Electronics Show vor. Auch für mobiles WiMAX hat Intel erste Produkte eingeführt.

(Aleksandra Leon)

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