News

Intel und AMD im Kampf - zwei neue Prozessorklassen

12.03.2003, 11:10 Uhr
CeBIT© CeBIT

Intel und AMD befinden sich im Kampf um die mobile Zukunft, denn nicht nur Intel hat einen Mobilprozessor am heutigen Tag angekündigt, auch AMD bemüht sich auf diesem Feld mit vielen neuen Prozessoren.
Intels Schlag - Centrino
Intel hat auf der CeBIT den Centrino erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Der Centrino ist ein Notebook-Komplettpaket, das einen passenden Chipsatz, einen WLAN-Controller und den unter dem Namen Banias bekannten Prozessor umfasst.
Auf der CeBIT wurde ein Einblick in die digitale Zukunft gewährt. So zeigte man live ein Netmeeting-Videochat zwischen London und Hannover - per Hotspot auf dem Messegelände und im Bahnhof.
Centrino für eine leistungsfähige Zukunft
Den Kern der Centrino-Technologie bildet der Prozessor, der mit einer extrem guten Laufzeit bei hoher Leistung glänzt. In ersten Tests zeigte ein 1,6 GHz Centrino die Leistung eines 2,4 GHz P4-M. Der Verbrauch des Centrinos lag jedoch weit unter der mobilen Variante des P4s.
Der Centrino soll in den Thin&Light-Notebooks der Zukunft eingesetzt werden. In den nächsten Wochen und Monaten werden nach und nach Centrino-Notebooks auf den Markt kommen, die nicht nur schnell, sondern auch klein sind - um eine möglichst hohe Mobilität zu gewährleisten.


AMDs Gegenschlag
Doch AMD wusste natürlich im Vorfeld von den Plänen und hat daher am heutigen Tag einen eigenen Mobilprozessor angekündigt, den Athlon XP-M als Low-Voltage-Variante. Auch dieser verspricht eine lange Laufzeit und gleichzeitig eine hohe Performance.
AMD attackiert mit der neuen Prozessorklasse eindeutig den Centrino, denn auch der Athlon XP-M der neuen Klasse sieht eine Kombination mit Wireless LAN vor und bietet dank PowerNow! und 3DNow! sowie einer Optimierung auf Windows XP viel Potential.
Unterschiede im Detail
Allerdings scheint AMDs neue Variante lediglich ein technisch leicht überarbeiteter Athlon XP-M zu sein, bei dem die Spannung gesenkt wurde. Grundsätzlich sind die neu vorgestellten Modelle (1800+, 1700+, 1600+, 1500+ und 1400+ sowie 2600+, 2500+, 2400+, 2200+ und 2000+) ihren Vorgängern relativ ähnlich.
Ganz anders sieht es da beim Centrino aus. Ein neuen Prozessordesign, das sich vom P4 in vielen grundlegenden Dingen unterscheidet, eine 1 MByte L2-Cache und der extreme Leistungsanstieg pro MegaHertz zeigen, dass Intels Lösung zumindest innovativer ist. Doch am Ende entscheidet der Käufer - und da könnte auch der Preis wichtig sein.

(Alexander Moritz)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang