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Intel stellt neue 45nm-Penryn-Prozessoren vor

Mehr Rechenpower und geringeren Stromverbrauch verspricht sich Intel für seine Multicore-Prozessoren durch die Umstellung auf den neuen 45 Nanometer-Fertigungsprozess.

13.11.2007, 18:16 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com
Intel hat neue Prozessoren vorgestellt. Das Besondere daran: die Fertigung der unter dem Codenamen "Penryn" entwickelten neuen Chip-Generation erfolgt erstmals im ebenfalls neuen 45-Nanometer-Prozess. Dabei verzichtet der amerikanische Halbleiterhersteller auf die Verwendung von Siliziumdioxid und geht auch in punkto Materialien neue Wege.
Geringerer Stromverbrauch
Neben der Verwendung von Hafnium in der Isolationsschicht und einem weiteren Metall verspricht sich Intel für seine neuen Penryn-Prozessoren durch den veränderten Herstellungsprozess mehr Rechenpower und einen geringeren Stromverbrauch. Auch sollen so vorhandene Leckströme reduziert und die Energieeffizienz der neuen Prozessoren weiter gesteigert werden. Zusätzlich verzichtet Intel bei der Chipherstellung auf die Verwendung von Blei und im kommenden Jahr auch auf das umweltschädliche Halogen.
Mehr Leistung für Server
Ein weiterer Vorteil der neuen Technik ist die Verdoppelung der Anzahl der Transistoren auf dem 45nm-Chip im Vergleich zum 65nm-Verfahren. Auf diese Weise können jetzt 410 Millionen Transistoren auf einem Dualcore- und 820 Millionen Transistoren auf einem Quadcore-Prozessor untergebracht werden. Besonders rechenintensive Rechner wie Server kommt das Mehr an Leistung gerade recht. Intel erweitert seine Produktpalette in diesem Bereich auf 15 neue 45nm-Prozessoren, darunter auch die Intel Xeon Quadcore-CPUs, mit Taktraten zwischen zwei und dreikommavier Gigahertz.
Gute Aussichten für Zocker
Freuen können sich auch alle Freunde aufwendiger Grafikorgien auf den Bildschirmen. Mit dem neuen Core 2 Extreme QX9650-Quadcore-Chip soll die Rechenleistung in die Höhe schnellen, verspricht Intel den Käufern. Der neuen Prozessor wird im 45-Nanometer-Prozess gefertigt und verfügt insgesamt über einen zwölf Megabyte großen Level-2 Cache. Der Front-Side-Bus arbeitet mit bis zu 1600 Megahertz. Die benötigte Rechenleistung für Grafik und Sound wird dabei auf die vier Prozessorkerne aufgeteilt und bringt dem Spiel ein Plus an Leistung gegenüber einem vergleichbaren Dualcore-Rechner.
Die neuen Prozessoren sind ab sofort im Handel erhältlich. Je nach Modell und Geschwindigkeit variiert der Preis zwischen 125 und 880 Euro. Die neue Zocker-CPU QX9650 liegt preislich bei umgerechnet 690 Euro.

(Michael Friedrichs)

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