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Intel: Prozessoren sind wieder gefragt

Das stark eingebrochenen Geschäft mit Halbleitern hat sich in den letzten Wochen merklich belebt, sodass der weltgrößte Chiphersteller seine Umsatzprognose nach oben korrigiert.

28.08.2009, 17:41 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Das in der Wirtschaftskrise eingebrochene Geschäft des weltgrößten Chipherstellers Intel hat sich in den vergangenen Wochen merklich belebt. Die Nachfrage nach Prozessoren und Chipsätzen habe stärker angezogen als erwartet, teilte der Konzern am Freitag im kalifornischen Santa Clara mit.
Gradmesser für den Markt
Die Erholung lässt sich in Zahlen fassen: Intel rechnet damit, statt um die 8,5 Milliarden Dollar rund neun Milliarden Dollar zu erlösen.
Vorbörslich legte die Intel-Aktie um gut vier Prozent zu. Auch Wettbewerber profitierten: Die Papiere des deutschen Halbleiter-Konzerns Infineon stiegen in einer ersten Reaktion um mehr als sieben Prozent.
Intel gilt angesichts der schieren Größe als Gradmesser für den gesamten Markt und angesichts des wachsenden Einsatzes von Chips auch für die Wirtschaft insgesamt. Vier von fünf Prozessoren - das Herz eines jeden Computers - stammen aus den Werken des Konzerns. Besonders die stromsparenden Atom-Prozessoren, die in den beliebten Netbooks verbaut werden, verkauften sich zuletzt blendend.
Talsohle durchschritten
Auch das Marktforschungsunternehmen Gartner hatte jüngst seine Erwartungen angehoben. "Der Halbleiter-Markt hat sich besser entwickelt als erwartet", stellte Chefanalyst Bryan Lewis Mitte der Woche fest. Er sieht die Talsohle als durchschritten an. Die Verbraucher griffen angesichts gesunkener Preise gerne zu Computern oder Unterhaltungselektronik. Zudem habe die Branche vom chinesischen Konjunkturprogramm profitiert.
In Deutschland ist die Erholung an Infineon Technologies abzulesen. Nachdem das Geschäft wieder angesprungen war, haben die Münchener auch ihre Schuldenproblematik in den Griff bekommen. Ob sich das Geschäft in den vergangenen Wochen ebenfalls besser als erwartet entwickelt hat, wollte ein Sprecher aber nicht kommentieren.

(Michael Posdziech)

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