Mobile Prozessoren

Intel enthüllt neue Chips für sparsame Notebooks

Intels "Tiger Lake" bietet hohe Taktraten und eine stark gesteigerte Grafikleistung. Damit will der Konzern AMD und dessen mobile Ryzen-4000-Prozessoren alias "Renoir" Paroli bieten.

03.09.2020, 18:12 Uhr
Intel LogoIntel hat neue Prozessoren für Ultrabooks vorgestellt.© Intel

Intel hat am Mittwochabend eine neue Generation von mobilen Prozessoren vorgestellt. Die mittlerweile 11. Generation von Core-i-Prozessoren hört auf den Codenamen "Tiger Lake" und soll leichte und kleine Notebooks befeuern – und nicht nur die eigenen Vorgänger, sondern auch AMDs aktuelle Ryzen-4000-Prozessoren der Renoir-Serie überflügeln.

Stark gesteigerte Taktraten

Die neue mobile CPU-Serie von Intel umfasst zum Start jeweils mehrere Modelle der Leistungsklassen Core i3, Core i5 und Core i7 und bietet zwischen zwei und vier Kernen, Multithreading ist bei jeder CPU stets aktiviert. Intel unterscheidet zwischen sehr sparsamen Y- (7 bis 15 Watt) und stärkeren U-Modellen (12 bis 28 Watt).

Verglichen mit den Vorgängermodellen der 10. Generation (Codename "Ice Lake") werden die Neulinge im optimierten "10 nm SuperFin"-Prozess gefertigt und liefern auch dank überarbeiteter CPU-Kerne deutlich höhere Taktraten, die wieder an ältere CPU-Serien in 14-nm-Fertigung anknüpfen können.

Während das vorige Spitzenmodell Core i7-1068G7 lediglich mit 2,3 bis 4,1 GHz taktet, bringt es der neue Core i7-1185G7 auf 3,0 bis 4,8 GHz. Mit dieser Taktsteigerung dürfte er der Gegenspieler zu AMDs aktuellem Topmodell in diesem Leistungsbereich Ryzen 7 4800U sein.

Neue Grafikeinheit auch für Spiele geeignet

Einen erheblichen Leistungsschub verspricht auch der "Intel Iris Xe" getaufte Grafikchip. Damit möchte Intel AMD den Rang um die leistungsfähigste integrierte Grafikeinheit streitig machen. Ersten Hersteller-eigenen (Spiele-)Benchmarks zufolge dürfte dieses Vorhaben aufgehen, teils sei man um bis zu 50 Prozent schneller.

Wie leistungsstark Intels 11. Generation für Anwender und Spieler in Ultrabooks tatsächlich ist, müssen Hardware-Redaktionen weltweit aber noch feststellen. Bis dahin sollten die von Intel präsentierten Ergebnisse mit etwas Vorsicht genossen werden. Mehrere Dutzende Notebooks sollen bereits zum Monatsende von den großen Herstellern in den Handel gelangen, spätestens dann, sollten Interessierte Gewissheit haben.

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