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Infineon verkauft Breitbandgeschäft

Der Bereich Wireline-Communications (WLC) gehe für 250 Millionen Euro an den US-Investor Golden Gate Capital, teilte das Unternehmen mit.

08.07.2009, 11:01 Uhr (Quelle: DPA)
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Der finanziell unter Druck stehende Halbleiter-Konzern Infineon hat sich mit dem Verkauf seiner Breitband-Sparte wieder etwas Luft verschafft. Der Bereich Wireline-Communications (WLC) gehe für 250 Millionen Euro an den US-Investor Golden Gate Capital, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in Neubiberg bei München mit. Über die Bühne sei die Trennung voraussichtlich im Herbst.
Keine Auswirkungen auf Jobs
Kürzungen bei WLC sind laut Infineon nicht geplant. Die rund 600 Mitarbeiter sollen ihren Arbeitsplatz behalten. 300 Mitarbeiter sollen sogar von Infineon in die neue Gesellschaft wechseln. Infineon konzentriert sich mit dem Verkauf künftig vor allem auf Chips für die Autoindustrie, für Handys und auf Chipkarten.
Finanziell hat das im TecDAX notierte Unternehmen wieder Spielraum gewonnen. Am 30. September werden Kreditlinien in Höhe von knapp 300 Millionen Euro fällig. "Die Veräußerung des Segments WLC leistet einen wesentlichen Beitrag zur anstehenden Refinanzierung", erklärte Vorstandschef Peter Bauer.
Am Markt wurde der Schritt positiv aufgenommen. Die Infineon-Aktie reagierte am Mittwochmorgen mit einem Sprung um rund zehn Prozent auf 2,71 Euro. WLC hatte im ersten Geschäftshalbjahr einen Umsatz von 167 Millionen Euro und ein operative Ergebnis von 3,6 Millionen Euro erwirtschaftet.

(Hayo Lücke)

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