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Infineon präsentiert ersten Blitzableiter fürs Handy

Elektrostatische Entladungen haben es in sich: auf bis zu 15.000 Volt können es die winzigen Blitze bringen. Um die feine Elektronik von Handys besser davor zu schützen, hat Infineon nun einen Miniblitzableiter entwickelt.

17.12.2007, 15:01 Uhr
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Elektrostatische Entladungen sind meist schmerzhaft, denn wenn ein Funke überspringt, durchzucken schon mal Spannungen von bis zu 15.000 Volt und Stromstärken von bis zu 50 Ampere den Körper. Dennoch sind die Miniblitze für den menschlichen Körper normalerweise nicht gefährlich. Anders sieht es bei der technischen Ausstattung aus, die man heutzutage in den Hosentaschen bei sich trägt. Egal, ob Handy, MP3-Player oder digitale Foto- und Videogeräte: All die Technik ist anfällig für diese Form der spontanen Entladung und so mancher hochintegrierte Chip verweigert nach dem Elektroschock den weiteren Dienst.
Kleinste TVS-Diode der Welt
Der Halbleiterhersteller Infineon hat geforscht und eine spezielle TVS-Diode (Transient Voltage Suppressor) entwickelt, die ihre Karriere als Blitzableiter in der Unterhaltungselektronik machen soll. Gerade einmal 0,6 Millimeter lang, 0,3 Millimeter breit und ebenso hoch ist sie und damit kleiner als ein Zuckerkristall – Weltrekord! Auf Rekordniveau ist auch die kurze Ansprechzeit: Weniger als eine halbe Nanosekunde braucht die Diode, um zu reagieren und einen Blitz abzuleiten. Wenn es nach Infineon geht, soll der anziehende Zwerg zukünftig auf breiter Basis elektronische Geräte vor Überspannungen schützen.

(André Vatter)

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