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Infineon nutzt alte Qimonda-Produktionsstätten

Ende einer Erfolgsstory: Infineon kauft die Qimonda-Anlagen. Die Hoffnung auf Lohn und Brot für Dresdner ist ungewiss: Die Käuferin hüllt sich in Schweigen

10.05.2011, 20:31 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Mehr als zwei Jahre nach der Pleite ist der insolvente Dresdner Chiphersteller Qimonda vollständig verkauft. Für gut 100 Millionen Euro übernimmt der direkte Nachbar Infineon die verbliebenen Produktionsanlagen sowie die Gebäude, in denen Qimonda bis Anfang 2009 Speicherchips entwickelt und hergestellt hatte.

Arbeitsplätze für Dresden fraglich

Damit sei die Verwertung abgeschlossen, teilte Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Dienstag mit. Die Landesregierung zeigt sich offenbar zufrieden mit der Lösung, hofft Medienberichten zufolge, dass in der Immobilie möglichst bald wieder Dresdner Halbleiterprodukte entstehen können.

Infineon legt sich bisher jedoch gar nicht fest, ob die Anlagen am Standort Dresden bleiben werden. Konkretes werde erst im Laufe des Geschäftsjahres entschieden.

Chip-Preisverfall war der Dolchstoß

Die Infineon-Tochter Qimonda litt unter dem Preisverfall von Speicherchips auf dem Weltmarkt. Ein staatlicher Rettungsversuch des angeschlagenen Qimonda-Werkes war gescheitert, weil sich die ebenfalls taumelnde Muttergesellschaft nicht ausreichend daran beteiligen wollte.

Das Insolvenzverfahren für Qimonda war am 1. April 2009 eröffnet worden. In Dresden beschäftigte das Unternehmen zuletzt rund 3.000 Mitarbeiter.

(Dorothee Monreal)

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