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Infineon kämpft gegen Schuldenberg

Der Halbleiter-Konzern wollte eigentlich bis zu 150 Millionen Euro ausgeben, um aus den roten Zahlen zu kommen. Schließlich flossen nur 39,3 Millionen.

13.05.2009, 12:23 Uhr (Quelle: DPA)
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Der angeschlagene Halbleiter-Konzern Infineon hat seine Schulden durch den Rückkauf von Anleihen um 53 Millionen Euro gesenkt. Allerdings wurden deutlich weniger Anleihen zurückgekauft als angepeilt.
Nur knapp ein Fünftel vom Soll investiert
Infineon werde insgesamt 39,3 Millionen Euro aufwenden, teilte das Unternehmen in der Nacht zu Dienstag in München mit. Eigentlich wollte der Konzern bis zu 150 Millionen Euro ausgeben. "Dass der von uns angebotene Rahmen für den Anleihe- Rückkauf nicht voll ausgeschöpft wurde, spiegelt die Einschätzung des Kapitalmarktes über die Finanzkraft unseres Unternehmens wider", sagte Finanzvorstand Marco Schröter.
Bis Mitte 2010 sind beide Anleihen fällig
Infolge der Wirtschaftskrise waren Infineon die Aufträge weggebrochen, es fielen hohe Verluste an. Der Konzern will sich nun durch den Rückkauf finanzielle Luft verschaffen und hatte die Anleihebesitzer deshalb am 5. Mai aufgefordert, ihre Papiere anzudienen. Der Konzern muss bis Mitte kommenden Jahres die zwei Anleihen komplett zurückzahlen.
Ein Hoffnungsschimmer am dunklen Wirtschaftskrisenhorizont kommt aus Finnland: Handy-Weltmarktführer Nokia will bei dem angeschlagenen Halbleiter-Konzern Infineon künftig Handy-Plattformen mit der sogenannten EDGE-Technik beziehen. Dadurch soll ein preiswerter Zugang zummobilen Internet eröffnet werden.

(Dorothee Monreal)

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