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Infineon: Festnahme im Schmiergeldskandal

Im Schmiergeldskandal bei Infineon ist eine mutmaßliche Schlüsselfigur von der Schweizer Polizei festgenommen worden.

15.09.2005, 18:13 Uhr
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Im Schmiergeldskandal bei Infineon ist eine mutmaßliche Schlüsselfigur festgenommen worden. Bereits am 23. August hat die Schweizer Polizei den Chef der PR-Firma BF-Consulting, Udo Schneider, in Kreuzlingen festgenommen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht von "Spiegel Online".
Auslieferungshaft
Danach befindet sich Schneider derzeit in Auslieferungshaft. Ihm wird Bestechung im geschäftlichen Verkehr und Beihilfe zur Untreue vorgeworfen. Der PR-Mann soll an die früheren Infineon-Manager Andreas von Zitzewitz und Harald Eggers angebliche Provisionen für die Anwerbung von Sponsoren in Höhe über 300.000 Euro gezahlt haben. Gegenüber den Schweizer Behörden habe Schneider alle Vorwürfe abgestritten und einem vereinfachten Auslieferungsverfahren widersprochen.
Belastende Unterlagen
Zitzewitz war Mitte Juli zurückgetreten, nachdem die Behörden den Beschuldigten auf die Schliche gekommen waren. Seine Aussagen während der Vernehmung durch die Münchener Staatsanwaltschaft waren nun offenbar der Auslöser für die Festnahme Schneiders. Hinzu kamen belastende Unterlagen, die von den Ermittlern bei ihrer Razzia Mitte Juli in der Konzernzentrale sowie zahlreichen Büro- und Privaträumen in Deutschland und der Schweiz sichergestellt wurden.

(Volker Briegleb)

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