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Infineon entwickelt Doppel-Herz für IP-Telefone

Der Spezialist für Halbleiter- und Systemlösungen kündigt eine Einchip-Lösung mit zwei identischen Prozessoren à 400 Megahertz für IP-Telefone an.

03.03.2006, 16:34 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Infineon kündigt mit der Neuentwicklung INCA-IP2 eine Einchip-Lösung für Gigabit Ethernet an. Der Chip soll die Sprachqualität und den Funktionsumfang zukünftiger IP-Telefone erweitern und beschleunigen.
Arbeitsteilung
Die zweite System-on-Chip (SoC)-Generation der Münchener arbeitet mit zwei identischen 24KEc-MIPS32-Prozessoren, die jeweils mit 400 Megahertz laufen. Die eine CPU arbeitet dabei als Netzwerkprozessor, während die zweite mit einem Echtzeit-Betriebssystem und einer speziellen VoIP-Hardware läuft. Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen, die aus einer CPU und einem digitalen Signalprozessor (DSP) bestehen, erreicht INCA-IP2 laut Hersteller die doppelte Prozessorleistung.
"Die einzigartige Architektur des INCA-IP2 erlaubt es uns, ein umfassendes Spektrum an Telefonen mit ausgezeichneter Sprachqualität und Prozessorleistung bzw. Speicherkapazität zu entwickeln", sagt Siemens-Manager Stephan Grinzinger. Nach erfolgreichen Tests des INCA-IP2 plant sein Unternehmen, den Chip in die nächste Generation leistungsfähiger IP-Telefon-Plattformen zu integrieren.
Höchste Sicherheitsstandards
Mit der Unterstützung von Gigabit Ethernet ist der Sprach-Prozessor allerdings in erster Linie für die Bedürfnisse professioneller Anwender geeignet. INCA-IP2 soll neuen Sprach- und Grafikanforderungen gerecht werden: während der eine Prozessor-Kern für die VoIP-Verarbeitung in Jitter-freier Qualität sorgt, kann der zweite vür die Verarbeitung der Datenpakete und das Betriebssystem genutzt werden. Auch die Datenverschlüsselung und Authentifizierungsfunktion entspricht Infineon zufolge strengsten Sicherheitsanforderungen in modernen Unternehmens-Netzwerken. Entwicklungsmuster des INCA-IP2 sind jetzt bei Infineon verfügbar.

(Aleksandra Leon)

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