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Infineon: Android-Smartphones für den Massenmarkt

Der Chiphersteller will einen neuen, günstigeren Chipsatz für das Betriebssystem Android entwickeln und damit Preise von unter 150 Dollar für Smartphones ermöglichen.

16.02.2010, 13:01 Uhr (Quelle: DPA)
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Der Chiphersteller Infineon will dafür sorgen, dass sich künftig mehr Menschen internetfähige Mobiltelefone leisten können. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona kündigten die Münchner einen neuen, günstigeren Chipsatz für das Handy-Betriebssystem Android an.
Smartphones für unter 150 Dollar
Damit soll der Preis für Smartphones auf weniger als 150 Dollar, rund 110 Euro, sinken. Derzeit kosten die Geräte häufig noch mehr als das Doppelte. "Mit unserer neuen Lösung wollen wir helfen, Smartphones für den Massenmarkt anzubieten", sagte Technikvorstand Hermann Eul der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.
Der Chiphersteller setzt in seinem Mobiltelefongeschäft aber künftig nicht allein auf die vielgepriesenen Smartphones: Auch für Billigmobiltelefone auf Einsteigerniveau produziert Infineon nach wie vor Chipsätze. "Beide Segmente sind für uns gleichbedeutend", sagte Eul. "Typischerweise werden aber mit den Smartphones höhere Margen erzielt." Auch der Entwicklungsaufwand sei bei Smartphones größer. Bei den Billigmobiltelefonen zählten hingegen die Stückzahlen.
Wachstum dank mobilem Internet
2009 hatte Infineon trotz eines weltweiten Einbruchs am Mobiltelefonmarkt 22 Prozent mehr Plattformen verkauft als im Jahr zuvor. In diesem Jahr rechnen die Hersteller weltweit mit einem Wachstum bei den Mobiltelefon-Verkaufszahlen im hohen einstelligen Bereich - vor allem dank des Booms beim mobilen Internet. Nach Einschätzung von Eul dürfte auch Infineon davon profitieren: "Wir haben zuletzt vor allem bei den Smartphones zugelegt."
Dabei hält der Infineon-Technikvorstand den neuen Mobilfunkstandard Long Term Evolution (LTE) noch für Zukunftsmusik: "Wir konzentrieren uns derzeit auf HSPA, tüfteln aber auch an Lösungen für LTE." LTE-fähige Geräte für den Massenmarkt erwartet Eul erst in den Jahren 2012 bis 2014. "Das lehrt die Erfahrung mit anderen Standards", sagte er.

(Michael Posdziech)

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