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Inexio testet Fritz!Box mit 100 Mbit/s - Erstes Vectoring-Pilotprojekt in Heidelberg

Der saarländische Netzbetreiber inexio hat zusammen mit dem Netzwerkausrüster Alcatel Lucent Vectoring im Echtbetrieb getestet, 100 Mbit/s wurden für die Haushalte an einem VDSL50-Anschluss realisiert. Die eingesetzten Fritz!Boxen von AVM unterstützen "Full Vectoring" dank eines Firmware-Updates.

29.01.2014, 19:51 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Im vergangenen Jahr wurden die Weichen zur Beschleunigung von VDSL-Anschlüssen gestellt: Ende August 2013 gab die Bundesnetzagentur Vectoring endgültig grünes Licht. Theoretisch war ein Vectoring-Einsatz damit möglich, in der Praxis fehlten aber noch Erfahrungen mit der neuen Turbo-Technologie, die die Bandbreite eines VDSL-Anschlusses auf 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) verdoppeln soll. Mitte Oktober verkündete der Branchenverband BREKO, dass Vectoring einen Labortest bestanden hat. Aber auch im Alltag hat sich die Technologie nun bewährt: Der saarländische Netzbetreiber inexio hat Full Vectoring im Rahmen eines Pilotprojekts in Heidelberg erfolgreich getestet.

Haushalte erhalten Datenraten von 100 Mbit/s

Inexio hat nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen in Deutschland in einem Hochhaus in der Heidelberger Bahnstadt ein kommerzielles VDSL2 Vectoring-Projekt realisiert und dabei einen um 100 Prozent höheren Datendurchsatz erzielen können. Das Pilotprojekt wurde zusammen mit der Pan Dacom Networking AG und dem Techniklieferanten Alcatel-Lucent durchgeführt. In den mehr als 150 Test-Haushalten wurden die Fritz!Box-Router 7390 und 7360 von AVM verwendet. Ein einfaches Update auf die Firmware Fritz!OS 6.0 machte die Router fit für Vectoring.

Die Leitungskapazität im Kabelbündel lag zuvor bei durchschnittlich 79 Mbit/s, mittels Vectoring ließ sich eine mittlere Leitungskapazität von 126 Mbit/s erreichen. Inexio kann den Haushalten nun eine Datenrate von 100 Mbit/s anbieten.

Inexio: VDSL-Vectoring an bestehenden Anschlüssen schnell realisierbar

Das Pilotprojekt bewies zudem, dass Vectoring auch mit gemischter Netzwerkinfrastruktur möglich ist. Die Fritz!Box-Router verwendeten Chipsätze verschiedene Hersteller, auch das Zusammenspiel mit dem DSLAM und den Vectoring-fähigen VDSL2 Line Cards von Alcatel Lucent verlief problemlos. "Das Projekt zeigt, dass sich VDSL-Vectoring sehr schnell und erfolgreich an bestehenden Anschlüssen realisieren lässt", erklärt Christoph Staudt, Geschäftsführer Technik bei inexio. Neben den verwendeten Fritz!Box-Routern 7390 und 7360 unterstützen auch die VDSL-geeigneten Fritz!Box-Modelle 7490, 7362, 3390 und 3370 mittels Firmware-Update den "Full Vectoring"-Modus.

(Jörg Schamberg)

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