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in2movies enttäuscht

Der Start des legalen Filmdownload-Portals ging ordentlich in die Hose. Miese Transferraten, Sicherheitsprobleme und schlechte Qualität ärgern die Nutzer.

13.04.2006, 14:55 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Das gestern Nachmittag gestartete Downloadportal von Warner Bros. und Arvato kämpft derzeit mit zahlreichen Problemen: das Peer-to-Peer-Netzwerk ist überlastet, Sicherheitslecks kommen ans Tageslicht und die Qualität des Angebotes überzeugt nur die Wenigsten.
Magere Transferraten
Wie uns Leser berichten, kämpft das von Dienstleister Arvato verwendete Gnab-Netzwerk derzeit mit Überlastung. Vielerorts erreichen in2movies-Nutzer nur magere Duchsatzraten um die 200 Kilobit pro Sekunde, trotz schneller DSL-Anbindung. Wenn der kostenfreie Download "Harry Potter und der Stein der Weisen" dann nach stundenlanger Duststrecke auf dem heimischen Rechner angekommen war, die nächste Überraschung: eine unerwartet schlechte Bildqualität.
Die rund zwei Gigabyte große Filmdatei kommt weder mit versprochenem Dolby-Digital-Sound daher, noch entspricht die Qualität auch nur im Entferntesten der einer Kauf-DVD. Die Videobitrate beträgt magere 1,88 Mbit/s, die Auflösung 720 mal 300 Pixel. Gratis hin oder her - ein nicht hinnehmbarer Zustand.
Software down
Die in2movies-Software wurde vor Kurzem von der Website genommen und steht nicht mehr zum Download bereit. Stattdessen erscheint dem Kunden der Hinweis: "Aufgrund von Auswertungsläufen unserer ersten Betaphase sind wir in Kürze wieder für Sie da". Was der ausschlaggebende Punkt für diesen Rückzieher ist, wird verschleiert. Möglicherweise ist eine von heise online entdeckte, "ernsthafte Sicherheitslücke" der Grund. Dort erschienen einem Leser beim Login ins Gnab-Netzwerk die Daten eines anderen in2movies-Nutzers.
Derzeitiges Fazit also: We are not in2movies.

(Michael Müller)

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